Im Endspiel von Wimbledon trifft der Hamburger Alexander Zverev am Sonntag (17 Uhr MESZ) in London auf den Weltranglistenersten Jannik Sinner aus Südtirol, wobei es für Zverev der erste Einzug in ein Wimbledon-Finale seit Boris Becker 1995 ist.

Das Herren-Einzel-Finale von Wimbledon 2026 ist die Begegnung, auf die das deutsche Tennis seit Jahrzehnten gewartet hat: Alexander Zverev, 29 Jahre alt und aus Hamburg stammend, steht am Sonntagnachmittag in London auf dem Centre Court und fordert den Weltranglistenersten Jannik Sinner aus Südtirol heraus. Der Sieger dieser Partie trägt sich in die Geschichtsbücher des Rasenturniers ein – im Fall eines Zverev-Sieges als erster deutscher Wimbledon-Champion im Herren-Einzel seit Michael Stich vor 35 Jahren.

Zverev hatte im Halbfinale den britischen Wildcard-Spieler Arthur Fery in drei Sätzen bezwungen und damit einen weiteren Meilenstein in seiner Rasenkarriere gesetzt. Noch nie zuvor war der gebürtige Hamburger bei Wimbledon über das Achtelfinale hinausgekommen. Im Vorjahr war er sogar in der ersten Runde gescheitert und hatte im Anschluss offen über mentale Probleme gesprochen. Boris Becker, dreimaliger Wimbledon-Sieger, bezeichnete den Halbfinaleinzug deshalb als „ein historischer Tag für Sascha Zverev und das deutsche Tennis“. Becker betonte allerdings zugleich: „nicht zu Ende, noch muss er ein Match gewinnen“.

Halbfinale gegen Fery bringt den historischen Moment

Auf der anderen Seite des Netzes steht mit Jannik Sinner ein Spieler, der in den vergangenen Jahren das Herrentennis dominiert hat. Der Italiener führt die Weltrangliste an, ist Titelverteidiger in Wimbledon und peilt seinen fünften Grand-Slam-Titel an. Im Halbfinale hatte Sinner den serbischen Rekord-Grand-Slam-Gewinner Novak Djokovic in drei Sätzen besiegt. Sinner und der spanische Jungstar Carlos Alcaraz, der verletzungsbedingt seit Monaten ausfällt, hatten den Grand-Slam-Zirkus zuvor über mehr als zwei Jahre gemeinsam unter sich aufgeteilt.