Zverev Wimbledon Achtelfinale: Deutsches Duo nach 14 Jahren | sportnachrichten
Zverev zieht ins Wimbledon-Achtelfinale ein und stellt sein bestes London-Resultat ein
London, 4. Juli 2026
Keith Allison from Hanover, MD, USA / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0
Kurzfassung
Alexander Zverev hat durch einen 6:2, 7:6 (7:4), 6:4-Erfolg über Marcos Giron das Achtelfinale von Wimbledon erreicht und damit sein bestes Resultat im All England Club egalisiert. Zusammen mit Jan-Lennard Struff sorgt der Hamburger erstmals seit 2012 wieder für zwei deutsche Herren in der Runde der besten 16.
Der French-Open-Sieger Alexander Zverev hat beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon durch einen 6:2, 7:6 (7:4), 6:4-Sieg gegen den US-Amerikaner Marcos Giron das Achtelfinale erreicht und sein bisher bestes Resultat im All England Club eingestellt.
Souveräner Auftakt
Alexander Zverev hat die dritte Runde von Wimbledon ohne Satzverlust überstanden und ist in das Achtelfinale des Rasenklassikers eingezogen. Der 29 Jahre alte Hamburger setzte sich am Samstag gegen Marcos Giron mit 6:2, 7:6 (7:4), 6:4 durch und erreichte damit zum vierten Mal die Runde der besten 16 beim Rasen-Turnier in London. Das berichtete der Deutschlandfunk am 4. Juli 2026.
Damit hat der Weltranglisten-Dritte sein bestes Wimbledon-Resultat eingestellt. In den vergangenen Jahren war der Hamburger jeweils spätestens in der dritten Runde gescheitert. „Titel-Mitfavorit Alexander Zverev hat in Wimbledon sein insgesamt 25. Grand-Slam-Achtelfinale erreicht“, hieß es im Bericht. Schon im Achtelfinale wartet nun ein potenziell unangenehmer Gegner: Jiri Lehecka oder Jaume Munar.
Zverev, der vor Wimbledon die French Open gewonnen hatte, präsentierte sich gegen Giron über weite Strecken souverän, offenbarte aber auch bekannte Schwächen. Im ersten Satz breakte der Deutsche seinen Kontrahenten früh zum 2:1 und brachte den Durchgang trotz sieben vergebener Breakbälle mit 6:2 nach Hause. „Der French-Open-Sieger erfüllte mit dem 6:2, 7:6 (7:4), 6:4 gegen den US-Amerikaner Marcos Giron seine nächste Pflichtaufgabe“, bilanzierte der Sender.
Tiebreak-Serie und Fehler
Der zweite Satz verlief deutlich umkämpfter. Giron erspielte sich bei 2:1 und 3:2 Breakbälle, konnte sie aber nicht nutzen. Bei 6:6 entschied Zverev den Tiebreak mit 7:4 für sich und baute seine beeindruckende Tiebreak-Serie aus. Insgesamt gewann er beim Turnier in London nun vier Tiebreaks in Folge, nachdem er bereits in den ersten beiden Matches drei Tiebreaks siegreich gestaltet hatte. Zur Satzmitte hatte Zverev allerdings bereits 22 unerzwungene Fehler auf dem Konto.
Auch im dritten Satz leistete sich der Hamburger einen kurzen Aussetzer. Nachdem er auf 3:0 davongezogen war, musste er das Break zum 3:4 abgeben, nachdem er zwei eigene Breakbälle vergeben hatte. Bei 4:4 rettete er sich in einem Aufschlagspiel über ein Break hinweg und breakte Giron anschließend seinerseits zum 6:4. „Im dritten Satz lag Zverev schon mit einem Break vorn, gab seinen 4:1-Vorsprung aber zwischenzeitlich noch einmal her“, hieß es in der Übertragung. Nach rund zweieinhalb Stunden war der Erfolg perfekt.
Giron, der zum Zeitpunkt des Matches auf Platz 92 der Weltrangliste geführt wurde, war als Außenseiter angetreten, hielt aber vor allem im zweiten Satz gut dagegen. Zverev zeigte sich nach dem Match zufrieden mit seiner Entwicklung. „Ich fühle mich anders als im letzten Jahr. Ich spiele besseres Tennis. Mit einem Titel hierherzukommen, hilft jedem. Ich möchte natürlich weitermachen“, sagte der Deutsche.
Stimme nach dem Match
Im Achtelfinale könnte es für Zverev zum Duell mit dem an Position 13 gesetzten Tschechen Jiri Lehecka kommen. Dessen Achtelfinal-Gegner wäre dann der Spanier Jaume Munar. Lehecka wird in der Weltrangliste auf Position 14 geführt. Das Duell der beiden hatte zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht stattgefunden.
Parallel zu Zverevs Erfolg sorgte Jan-Lennard Struff für einen weiteren deutschen Erfolg. Der 36 Jahre alte Sauerländer hatte am Freitag mit einem glänzenden Auftritt überraschend erstmals in seiner Karriere die dritte Runde überstanden. Damit zogen erstmals seit 2012 wieder zwei deutsche Herren in das Achtelfinale von Wimbledon ein, als Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber dies zuletzt gemeinsam geschafft hatten.
Struff komplettiert deutsches Doppel
Struffs Achtelfinalgegner steht bereits fest: Am Sonntag trifft der Deutsche auf den Polen Hubert Hurkacz. Bei einem Sieg wäre Struff erstmals in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Viertelfinale. Die Konstellation ist für den deutschen Herren-Tennis historisch: Zuletzt hatten vor 14 Jahren zwei deutsche Spieler gleichzeitig die Runde der besten 16 beim Rasenklassiker erreicht.
Das deutsche Doppel-Erfolgserlebnis unterstreicht den Aufwärtstrend im Herren-Tennis. Während Zverev nach seinem French-Open-Triumph als Mitfavorit auf den Wimbledon-Titel gilt, hat Struff als Routinier in Wimbledon nochmals überrascht. „Zverev folgte Jan-Lennard Struff und machte das beste deutsche Abschneiden bei den Männern seit 14 Jahren perfekt“, fasste der Deutschlandfunk zusammen.
Für Zverev ist das Achtelfinale in Wimbledon nun eine neue Chance. In den letzten Jahren war er in der dritten Runde gescheitert, im Vorjahr war er beim Rasenklassiker ebenfalls nicht über das Achtelfinale hinausgekommen. Im All England Club hatte er zuvor nie das Viertelfinale erreicht – das soll sich nach Möglichkeit ändern. Der Hamburger betonte, dass er mit dem Selbstvertrauen des French-Open-Sieges nach London gekommen sei.
Die Leistung gegen Giron war solide, aber nicht fehlerfrei. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben wird Zverev weiter an seiner Konstanz arbeiten müssen. Schon im Achtelfinale dürfte die Hürde gegen Lehecka oder Munar deutlich höher werden. Beide Spieler bringen Rasen-Erfahrung und technische Finesse mit, die Giron als Weltranglisten-92. in dieser Form nicht hatte.
Ausblick auf das Achtelfinale
Die deutsche Tennis-Gemeinschaft blickt nun mit Spannung auf Sonntag, wenn Struff gegen Hurkacz spielt. Sollte er auch diese Partie gewinnen, wäre das Grand-Slam-Viertelfinale ein historischer Meilenstein für den 36-Jährigen. Für Zverev geht es parallel darum, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren – ein Ziel, das er im All England Club bislang noch nie erreicht hat.
Das Grand-Slam-Turnier Wimbledon findet traditionsgemäß auf Rasen statt und gilt als eines der vier wichtigsten Tennisturniere der Welt. Der All England Club in London ist seit 1877 Austragungsort des Wettbewerbs und gilt als „Heiliger Rasen“ des weißen Sports. In diesem Jahr kämpfen die besten Spieler der Welt dort wieder um die begehrtesten Titel-Trophäen.
Zverev wird das Turnier nach Möglichkeit fortsetzen. Seine nächsten Aufgaben werden zeigen, ob der deutsche Top-Spieler seine Form aus Paris auch auf den Londoner Rasen transportieren kann. Schon jetzt hat er aber gezeigt, dass er zu den Favoriten gehört – und dass er die schwierige dritte Wimbledon-Runde erstmals souverän meistern konnte.
Die Zuschauer und Experten werten den deutschen Doppelerfolg als Signal für die Zukunft des deutschen Herren-Tennis. Nach Jahren ohne Top-Erfolge bei Grand Slams sorgen Zverev und Struff nun für positive Schlagzeilen. Beide Spieler haben unterschiedliche Karrierewege hinter sich, finden sich aber im Wimbledon-Sommer 2026 auf der großen Bühne wieder.
Fragen & Antworten
Wie hat Alexander Zverev gegen Marcos Giron gespielt?
Zverev gewann sein Drittrunden-Match gegen den US-Amerikaner Marcos Giron mit 6:2, 7:6 (7:4), 6:4, ohne dabei einen Satz abzugeben. Das Spiel dauerte rund zweieinhalb Stunden.
Wer ist Zverevs Gegner im Achtelfinale von Wimbledon?
Zverevs nächster Gegner ist der Sieger der Partie zwischen dem an Position 13 gesetzten Tschechen Jiri Lehecka und dem Spanier Jaume Munar.
Warum ist das deutsche Doppel im Achtelfinale besonders?
Erstmals seit 2012, als Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber dies erreichten, stehen mit Zverev und Jan-Lennard Struff wieder zwei deutsche Herren im Achtelfinale von Wimbledon.