Frankreich und Marokko stehen sich am Donnerstag um 22 Uhr in Boston zum ersten Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gegenüber, bei dem der Finalist und der Halbfinalist der WM 2022 aufeinandertreffen.
Das Duell der "Löwen vom Atlas" mit dem Topfavoriten aus Frankreich ist die Neuauflage des Halbfinales von Katar 2022. Damals gewannen die Franzosen. Vier Jahre später geht es für Marokko darum, erneut Geschichte zu schreiben: Die Nordafrikaner waren 2022 das erste afrikanische Team überhaupt, das ein WM-Halbfinale erreichte, und wollen nun "auf dem Weg zum Titel-Traum" – so der Originalton – den nächsten Schritt machen.
Frankreich reist mit breiter Brust nach Boston. Fünf Siege, 14:2 Tore – so liest sich die Bilanz des Teams von Didier Deschamps bei diesem Turnier bislang. Die Équipe Tricolore wird in den Vorschauen als "Topfavorit" gehandelt. Trotz der eindrucksvollen Statistik sieht der Trainer Nachholbedarf: "Wir sind effizient, aber wir könnten in dieser Hinsicht noch besser sein", sagte der Coach vor dem Viertelfinal-Auftakt. Auch Teamchefassistent Guy Stephan forderte trotz der 14 geschossenen Tore mehr Effizienz ein.
Frankreichs Bilanz: Fünf Siege, 14:2 Tore
Die Franzosen hatten sich im Achtelfinale gegen Paraguay mit 1:0 durchgesetzt, gegen die "Deutschland-Bezwinger" lief die Partie allerdings über weite Strecken harzig. "Viele Nickligkeiten, viel Hektik: Frankreich quält sich gegen Paraguay-Bollwerk", bilanzierte die Berichterstattung. Stephan wertete den mühsamen Erfolg dennoch positiv: "Ich denke, dass es für uns wertvoll war, ein solches Spiel zu bestreiten, denn es liefert Antworten darauf, wozu die Spieler angesichts einer solchen Herausforderung fähig sind", zog er viel Positives aus dem 1:0-Erfolg. Der Sieg habe gezeigt, dass die Mannschaft "auch mit unbequemen Gegnern fertig" werde.
