Alexander Zverev bestreitet am Sonntag in Wimbledon das Endspiel gegen Jannik Sinner und trifft damit auf den gleichen Gegner, der ihn Ende Oktober in der Wiener Stadthalle in drei Sätzen niedergerungen hatte.
Es ist die Neuauflage eines Endspiels, das Tennis-Österreich und die heimische Turnierleitung als Glücksfall verbuchen. Am 26. Oktober hatte Sinner das Finale der Erste Bank Open in Wien mit 6:3, 3:6, 5:7 gegen Zverev gewonnen. Nun, weniger als ein Jahr später, stehen sich dieselben beiden Spieler in einem Grand-Slam-Finale gegenüber. "Das ehrt uns sehr, auch weil hier die Nummer eins gegen die kommende Nummer zwei spielt", sagte Turnierchef Herwig Straka.
Zverev geht diesmal mit einem veränderten Selbstverständnis in die Partie. Bei den French Open in Paris hatte er seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen, nachdem Sinner im Halbfinale bei einer 2:0-Satz- und 5:1-Führung im dritten Satz körperlich zusammengebrochen war. "Ich sehe mich mit jedem auf Augenhöhe, das ist das Wichtigste", sagte Zverev nach dem Wimbledon-Halbfinale. Noch im Januar, nach der Finalniederlage in Melbourne, hatte er Sinner als "derzeit in einem anderen Universum als alle anderen" beschrieben.
