Die UEFA hat FIFA-Präsident Gianni Infantino per förmlichem Schreiben aufgefordert, sämtliche Dokumente zum Projekt FIFA Forward Enterprise unverzüglich zu sichern, und erhöht damit den Druck auf die FIFA-Spitze.
In dem Schreiben, das in mehreren Medien dokumentiert wurde, heißt es: „Sie und die FIFA sind verpflichtet, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sämtliche in diesem Schreiben bezeichneten Dokumente und elektronisch gespeicherten Informationen zu identifizieren, aufzufinden und zu sichern, die sich in Ihrem oder im Besitz, Gewahrsam oder unter der Kontrolle der FIFA befinden." Die UEFA beruft sich dabei auf ihre satzungsmäßigen Aufsichtsmöglichkeiten gegenüber der FIFA und kündigt zugleich an, eigene Ermittlungen zu dem Projekt voranzutreiben.
Hintergrund der Eskalation ist das seit Monaten umstrittene Projekt FIFA Forward Enterprise (FFE). Dabei geht es um eine kommerzielle Initiative, mit der die FIFA zusätzliche Einnahmequellen erschließen will. Nach bisherigen Berichten sollte der Technologieinvestor Joshua Kushner über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle in dem Vorhaben übernehmen. Diese Verbindung steht nun im Zentrum der UEFA-Nachfragen.
