Mehrere Medien berichten, FIFA-Präsident Gianni Infantino habe Marokko die Austragung eines WM-Endspiels als Gegenleistung für politische Unterstützung bei einem umstrittenen FIFA-Investitionsvorhaben angeboten.
Hintergrund: Was ist FIFA Forward Enterprise?
Den Berichten zufolge soll Infantino bei einem Treffen in der marokkanischen Hauptstadt Rabat dem nordafrikanischen Königreich die Ausrichtung eines WM-Finales in Aussicht gestellt haben. Im Gegenzug habe er sich Rückendeckung für den Plan eines neuen FIFA-Geschäftsbereichs namens FIFA Forward Enterprise erhofft, der Teile der kommerziellen Aktivitäten des Weltverbands bündeln sollte.
Die FIFA Forward Enterprise (FFE) war als Tochtergesellschaft der FIFA konzipiert, in der ertragreiche Geschäftsfelder organisatorisch gebündelt werden sollten. Dazu zählten nach den Recherchen die Vermarktung von Turnieren wie der Weltmeisterschaft, der Verkauf von Übertragungsrechten, Sponsoring sowie Ticket- und Hospitality-Rechte. Die FIFA tritt nach eigenen Statuten gemeinnützig auf; wirtschaftliche Gewinne aus dem Geschäftsbetrieb sollen satzungsgemäß wieder in den Fußball fließen.
