Die Europäische Fußball-Union UEFA bereitet gemeinsam mit weiteren Beteiligten eine Strafanzeige gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino in der Schweiz wegen des Verdachts auf kriminelle Misswirtschaft vor.

Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Schriftstück plant die UEFA gemeinsam mit anderen interessierten Parteien die Einleitung eines Strafverfahrens in der Schweiz gegen Infantino und möglicherweise weitere Fifa-Funktionäre und -Berater wegen krimineller Misswirtschaft gemäss Artikel 158 des Schweizer Strafgesetzbuches. Artikel 158 des Schweizer Strafgesetzbuchs behandelt unter anderem Vergehen im Zusammenhang mit der Vermögensverwaltung durch Geschäftsherren.

Der Konflikt zwischen der UEFA und der FIFA eskaliert damit in einer ohnehin angespannten Phase des Weltfußballs. Die UEFA hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt kritisch zu Entscheidungen der FIFA-Spitze geäußert, insbesondere zu Vergabeentscheidungen und Investorenmodellen. Die nun angekündigte Strafanzeige gilt als beispielloser Schritt eines Fußballverbands gegen den amtierenden Präsidenten des Weltverbands.