Wimbledon: Kraus scheitert in Runde 1 an Selekhmeteva | sportnachrichten
Sinja Kraus scheitert in Wimbledon an Selekhmeteva – nur noch Ofner im österreichischen Einzel
London, 30. Juni 2026
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Kurzfassung
Die Wienerin Sinja Kraus hat ihr Wimbledon-Debüt verloren und ist in der ersten Runde an Oksana Selekhmeteva gescheitert. Damit ist Sebastian Ofner der letzte verbliebene Österreicher im Einzelbewerb des Turniers.
Die 24-jährige Wienerin Sinja Kraus ist am Dienstag in der ersten Runde der Wimbledon Championships an der Spanierin Oksana Selekhmeteva mit 1:6, 5:7 gescheitert und hat damit ihr Debüt auf dem Rasen des All England Clubs verloren.
Erster Satz geht klar an Selekhmeteva
Kraus, die nach den Erstrunden-Niederlagen von Anastasia Potapova und Lilli Tagger am Eröffnungstag die letzte ÖTV-Dame im Hauptfeld war, unterlag der Weltranglisten-91. nach 1:35 Stunden. Im Head-to-Head gegen die Spanierin hatte Kraus zuvor mit 2:1 geführt, wobei beide Siege in diesem Jahr auf Hartplatz und auf Sand zustande gekommen waren – der Rasen blieb damit für die Österreicherin Neuland.
Dabei begann die Partie für Kraus vielversprechend: „ihr gelang gleich im Auftaktgame ein Break". Doch Selekhmeteva „schaffte das sofortige Rebreak - und ließ Kraus im ersten Satz überhaupt kein Game mehr". Der erste Durchgang ging klar mit 6:1 an die Spanierin.
Im zweiten Satz entwickelte sich ein offenerer Schlagabtausch. Bei 3:3 „musste Kraus selbst ihr Service zu Null abgeben". Danach boten sich der Wienerin zwei Chancen, mit Breakbällen auf 4:2 davonzuziehen, doch „Kraus konnte aber zwei Breakbälle zum 4:2 nicht nutzen". Stattdessen zog Selekhmeteva auf 5:3 davon und hatte bei eigenem Aufschlag bereits einen ersten Matchball.
Kraus kämpft sich zurück – vergebens
Doch die Österreicherin kämpfte sich zurück: „Bei 3:5 wehrte sie dann den ersten Matchball ab und schaffte in ihrer wohl besten Phase noch das Rebreak zum 5:5". In dieser Phase nahm Kraus beim Seitenwechsel zudem eine lange Toilettenpause, ehe „Das Match ging mit zehn Minuten Verzögerung weiter" – eine Unterbrechung, die den Rhythmus des Spiels offenbar nicht zugunsten der Wienerin verschob.
Kurz nach dem Wiederbeginn kippte die Partie endgültig. „Danach verlor sie aber wieder ihren Aufschlag und in der Folge die Partie". Den entscheidenden Satz gab Kraus mit 5:7 ab. Die Bilanz der Wienerin fiel ernüchternd aus: „die sie mit 36 unerzwungenen Fehlern bei nur 13 Winnern bilanzierte". Damit überwogen die leichten Fehler klar die gelungenen Angriffsbälle.
Selekhmeteva, 23 Jahre alt und als 91. der Weltrangliste zwei Plätze vor Kraus geführt, nutzte ihre Erfahrung auf dem Rasen effizient aus. Die Wienerin, die laut Veranstalterangaben „ihr Debüt auf dem „heiligen" Rasen feierte", verließ den Centre-Court-Bereich des All England Clubs nach 95 Minuten als Verliererin.
Bilanz der ÖTV-Damen
Mit Kraus' Ausscheiden ist aus rot-weiß-roter Sicht die Bilanz der Damen im Wimbledon-Einzel klar: „Keine ÖTV-Dame übersteht Wimbledon-Auftakt". Nach Potapova und Tagger am Eröffnungstag ist am Dienstag auch die letzte verbliebene österreichische Spielerin im Hauptfeld gescheitert.
Ofner trifft auf Hurkacz
„Damit ist im Einzel aus rot-weiß-roter Sicht nur noch Sebastian Ofner im Bewerb". Der Steirer, der seine Erstrundenpartie am Montag gewonnen hatte, trifft in der zweiten Runde auf den Polen Hubert Hurkacz. Das Duell ist für Mittwoch, 12.00 Uhr MESZ, angesetzt.
Ofner steht damit vor einer anspruchsvollen Aufgabe gegen einen etablierten Top-30-Spieler, der in Wimbledon bereits mehrfach die zweite Woche erreicht hat. Für den Österreicher ist es die Chance, mit einem Sieg über einen klassischen Rasenspezialisten ein Ausrufezeichen auf der größten Bühne des Tennissports zu setzen.
Die Ausgangslage vor Ofners Zweitrundenmatch bleibt jedoch offen. Hurkacz, dessen Aufschlagspiel als eine der größten Waffen im Feld gilt, wird als Favorit in die Partie gehen, doch der Österreicher hat in der ersten Runde gezeigt, dass er auf Rasen mithalten kann.
Für Kraus bleibt nach dem verpassten Wimbledon-Debüt die Erkenntnis, dass die Umstellung auf Gras mehr Zeit braucht als erhofft. Die Bilanz von 36 unerzwungenen Fehlern bei nur 13 Winnern verdeutlicht, dass die Wienerin noch nicht das Sicherheitslevel auf Rasen erreicht hat, das nötig wäre, um Spielerinnen aus dem oberen Rankingbereich zu schlagen.
Rasen bleibt für Kraus Neuland
Im Head-to-Head gegen Selekhmeteva hatte Kraus zwar 2:1 geführt, doch alle bisherigen Duelle waren auf Hartplatz und Sand ausgetragen worden – Belägen, die der Spanierin sichtlich weniger liegen. Auf Rasen, wo Aufschlag und kurze Ballwechsel dominieren, fand Kraus indes kaum ein Rezept.
Auch der Versuch, mit der langen Toilettenpause in Satz zwei neuen Schwung zu holen, zahlte sich nicht aus. Die zehnminütige Unterbrechung durchbrach den eigenen Rhythmus offenbar mehr als den der Gegnerin, die anschließend das entscheidende Break zum 6:5 schaffte.
Für die österreichische Damen-Tennis-Szene bedeutet das frühe Aus in Wimbledon eine Fortsetzung des Trend der jüngsten Vergangenheit. Nachdem bereits Potapova und Tagger am Eröffnungstag ausgeschieden waren, geht das Turnier ohne eine ÖTV-Dame in der zweiten Runde weiter.
Ausblick auf Mittwoch
Damit liegt die Hoffnung der österreichischen Tennis-Fans bei Sebastian Ofner, der am Mittwochmittag gegen Hubert Hurkacz aufschlagen wird. Ein Sieg des Steirers würde zumindest sicherstellen, dass die rot-weiß-rote Fahne auch in der dritten Wimbledon-Runde noch vertreten ist.
Ofners Zweitrundenmatch am Mittwoch um 12.00 Uhr MESZ bildet damit den vorläufigen letzten Akt der ÖTV-Beteiligung am diesjährigen Wimbledon-Einzel. Sollte der Österreicher auch dort ausscheiden, wäre das Turnier aus österreichischer Sicht im Einzel beendet.
Fragen & Antworten
Wie ist das Duell zwischen Sinja Kraus und Oksana Selekhmeteva ausgegangen?
Die 24-jährige Wienerin Sinja Kraus verlor ihr Erstrundenmatch bei den Wimbledon Championships gegen die 23-jährige Spanierin Oksana Selekhmeteva mit 1:6, 5:7 nach 1:35 Stunden. Damit schied sie in Runde eins aus.
Wer ist der letzte verbliebene österreichische Spieler im Wimbledon-Einzel?
Nach dem Ausscheiden von Sinja Kraus ist Sebastian Ofner der einzige verbliebene Österreicher im Einzel-Hauptfeld von Wimbledon. Er trifft am Mittwoch um 12.00 Uhr MESZ in der zweiten Runde auf den Polen Hubert Hurkacz.
Warum konnte Sinja Kraus gegen Oksana Selekhmeteva nicht gewinnen?
Kraus leistete sich 36 unerzwungene Fehler bei nur 13 Winnern und konnte im ersten Satz nach dem sofortigen Rebreak der Spanierin kein eigenes Game mehr gewinnen. Im zweiten Satz vergab sie zudem zwei Breakbälle zur möglichen 4:2-Führung.