Sebastian Ofner hat bei den Wimbledon Championships die erste Runde gegen Hamad Medjedovic nach 2:53 Stunden mit 1:6, 6:2, 4:6, 6:3, 6:4 gewonnen und trifft in der zweiten Runde auf den Polen Hubert Hurkacz.
Der 30-jährige Steirer rang den acht Jahre jüngeren Serben Hamad Medjedovic nach 1:2-Satzrückstand in 2:53 Stunden 1:6,6:2,4:6,6:3,6:4 nieder. Nach verlorenem ersten und dritten Satz kämpfte sich Ofner zurück, gewann den zweiten Durchgang deutlich und erzwang schließlich den entscheidenden fünften Satz, den er mit 6:4 für sich entschied.
Ofner, der im Vorjahr an der Church Road in Runde drei ausgeschieden war, steht damit erneut in der zweiten Runde des Rasenklassikers. Der Österreicher zeigte vor allem in den entscheidenden Phasen des Matches Nervenstärke und nutzte seine Erfahrung gegen den deutlich jüngeren Kontrahenten, der ihm physisch und taktisch alles abverlangte.
Nächster Gegner: Hurkacz
In der zweiten Runde wartet nun eine deutlich höhere Hürde: Ofner trifft auf den Polen Hubert Hurkacz. Letzterer schaltete den als Nummer 11 gesetzten Norweger Casper Ruud 6:4,6:2,7:6(7) aus und dürfte als gesetzter Spieler eine noch größere taktische und spielerische Herausforderung darstellen.
Hurkacz ist für seinen starken Aufschlag und sein aggressives Grundlinienspiel bekannt und gehört auf Rasen zu den gefährlichen Gegnern. Für Ofner wird es darauf ankommen, seinen eigenen Aufschlag konstant zu halten und die wenigen Chancen, die sich gegen den Polen bieten, eiskalt zu nutzen.
Programm auf Court 8
Unmittelbar nach dem Ofner-Match wird auf Court 8 weiter Tennis gespielt: Im Anschluss spielt ebenfalls auf Court 8 noch Lilli Tagger gegen die Thailänderin Lanlana Tararudee, unmittelbar danach trifft die als Nummer 27 gesetzte Anastasia Potapova auf die Spanierin Jessica Bouzas Maneiro. Damit reiht sich Spiel um Spiel auf dem kleineren Court, was den Zuschauern ein durchgehendes Programm bietet.
Für Ofner zählt nach dem anstrengenden Fünf-Satz-Match vor allem die Regeneration. Die Partie gegen Medjedovic war mit 2:53 Stunden ein echter Marathon, der dem 30-Jährigen einiges an Kraftreserven abverlangt hat. Medjedovic, der acht Jahre jüngere Serbe, hatte über weite Strecken das Tempo diktiert und Ofner mit druckvollen Grundschlägen in Bedrängnis gebracht.
Der Schlüssel zum Sieg
Erst im vierten Satz gelang dem Österreicher die Wende: Mit zunehmender Spieldauer kontrollierte Ofner die Ballwechsel besser, variierte mehr und zwang seinen Gegner zu Fehlern. Der fünfte Satz verlief dann über weite Strecken ausgeglichen, ehe Ofner im richtigen Moment zuschlug und den entscheidenden Break zum 6:4 landete.
Mit dem Erfolg in der ersten Runde hat Ofner zunächst einmal das Minimalziel erreicht und zugleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Bei den French Open war er zuletzt ebenfalls früh ausgeschieden, weshalb der Wimbledon-Auftakt auch für sein Selbstvertrauen im Hinblick auf die kommenden Hartplatzturniere wichtig ist.
Ausblick auf die zweite Runde
Das Duell mit Hurkacz verspricht hochklassiges Rasentennis. Während Ofner auf seine Comeback-Qualität setzt, bringt Hurkacz die Konstanz eines gesetzten Spielers mit, der zuletzt in Wimbledon wieder an seine alte Stärke anknüpfen konnte. Die Auslosung meint es mit dem Österreicher also nicht gerade einfach – aber die erste Runde hat gezeigt, dass er an einem guten Tag jeden schlagen kann.
