Der russische Leichtathletik-Verband (RusAF) zieht wegen der seit Jahren bestehenden Sperre russischer und belarussischer Athleten vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS und kündigt an, dort die eigenen Interessen wahren zu wollen.
Hintergrund der Sperre
Der russische Leichtathletik-Verband (RusAF) hat am Donnerstag angekündigt, vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen. Hintergrund ist die Entscheidung von World Athletics, den seit 2015 bestehenden Ausschluss russischer und belarussischer Athleten von internationalen Wettkämpfen nicht aufzuheben. Der nationale Verband erklärte, man sehe die "grundlegenden Interessen der Leichtathletik in Russland beeinträchtigt".
Die Suspendierung Russlands durch den Weltverband datiert bereits aus dem November 2015. Damals war der Ausschluss wegen systematischem Doping verhängt worden. Seitdem erhielten einzelne russische Leichtathleten lediglich fallweise eine Starterlaubnis als neutrale Athleten. Mit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine kam eine zusätzliche Sperre hinzu.
IOC-Entscheidung als Auslöser
Nachdem das IOC die Beschränkungen im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zuletzt gelockert hatte, entschied World Athletics in der Vorwoche, an seiner bisherigen Linie festzuhalten. Diese Entscheidung wurde dem russischen Verband zwei Tage nach der IOC-Entscheidung mitgeteilt – laut RusAF ein Auslöser für den nun eingelegten Einspruch.
