Berlin, 08 Juli 2026

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat seine Sanktionen gegen russische Sportlerinnen und Sportler gelockert und damit den Weg für eine mögliche Rückkehr Russlands zu den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles freigemacht.

Der Beschluss war zwar angekündigt worden, fiel in seinem Tempo und in seiner Deutlichkeit nach Einschätzung vieler Beteiligter jedoch überraschend aus. Das IOC teilte mit, dass die Aufhebung "vorläufig" gelte und an das künftige Verhalten Russlands geknüpft sei. Eine offizielle Stellungnahme des IOC betonte zugleich den Grundsatz, dass Athletinnen und Athleten nicht für die Handlungen ihrer Regierungen verantwortlich gemacht werden sollten.

Kreml begrüßt die Kehrtwende

Der Kreml begrüßte die Entscheidung umgehend. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte am Mittwoch, die Kehrtwende sei "ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiederherstellung der legitimen Rechte unserer Sportler auf die Teilnahme an internationalen Wettbewerben". Moskau wertet die Lockerung als politischen Erfolg und als Beginn einer schrittweisen Normalisierung der eigenen Sportbeziehungen nach Jahren der Isolation.