Wien, 15 August 2026
Die Spielerinnen des österreichischen Frauen-Eishockey-Nationalteams haben beim Weltverband IIHF einen möglichen Verzicht auf die anstehende WM in der Top Division signalisiert und kritisieren die Bedingungen unter Verbandspräsidentin Anna Meixner und General Manager Sascha Tomanek scharf.
Hintergrund des Schritts ist ein Konflikt zwischen dem Team und der Verbandsspitze um die sportlichen Rahmenbedingungen. Nach Angaben von Spielerin Antonia Matzka, die das Schreiben an die IIHF initiiert haben soll, wurden zahlreiche Missstände bei der Trainings- und Wettkampfvorbereitung gesammelt und an den Weltverband übermittelt. Die Lage habe sich über Jahre zugespitzt, nun sei ein Punkt erreicht, an dem die Spielerinnen den Verzicht auf eine WM-Teilnahme als ernsthafte Option sehen.
Die in dem Brief aufgeführten Mängel betreffen nach Darstellung von Matzka sowohl die Unterbringung als auch die logistische Vorbereitung. So seien Mannschaften teils in Stockbetten untergebracht worden, Umkleidekabinen hätten im Jänner nicht beheizt werden können und die ausgegebene Team-Ware stamme aus Restbeständen der Herren-Mannschaft. Matzka wörtlich: „Wir mussten in Unterkünften teilweise in Stockbetten schlafen, uns im Jänner in einer Hütte ohne Heizung umziehen, bekommen als Team-Wear die Restbestände der Männer, die uns natürlich nicht gut passen. Und erfahren trotz privater Verpflichtungen wie Beruf, Studium oder Schule oft sehr kurzfristig von Einberufungen.“
