AI-generated image (flux-2/pro-text-to-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Österreichs Nationalteam hat bei der Fußball-WM 2026 das Spitzenspiel der Gruppe J gegen Titelverteidiger Argentinien mit 0:2 verloren. Lionel Messi glich einen verschossenen Elfmeter mit zwei Toren aus und entschied die Partie im Dallas Stadium.
Österreichs Fußball-Nationalteam hat am 22. Juni 2026 im WM-Gruppenspiel der Gruppe J gegen Titelverteidiger Argentinien eine 0:2-Niederlage kassiert, wobei Lionel Messi nach einem verschossenen Elfmeter (9. Minute) noch vor der Pause per Linksschuss (38.) und in der Nachspielzeit (95.) traf.
Spielverlauf im Dallas Stadium
Das ÖFB-Team lieferte dem amtierenden Weltmeister vor 70.649 Zuschauern im Dallas Stadium einen über weite Strecken heroischen Kampf, musste sich am Ende aber mit 0:2 geschlagen geben. Österreich fing sich nach dem frühen Nackenschlag schnell, dominierte phasenweise das Geschehen und verteidigte diszipliniert. Das 0:2 durch Messi in der fünften Minute der Nachspielzeit bedeutete allerdings die endgültige Entscheidung – und sorgte wegen des Torverhältnisses für zusätzlichen Frust auf österreichischer Seite.
Bereits in der neunten Minute war die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick in Rückstand geraten, als Messi einen Strafstoß allerdings weit neben das Tor setzte. Der verschossene Elfer schien die Argentinier jedoch keineswegs zu verunsichern. Nur wenig später kombinierte sich der Titelverteidiger über Almada und Medina durch, und Messi schloss per Linksschuss zur 1:0-Führung ab. Damit hatte der 38-Jährige seinen Fehler aus der Anfangsphase wettgemacht und gleichzeitig seine persönliche WM-Bilanz weiter ausgebaut.
Die Tore im Dallas Stadium erzielte Lionel Messi (38., 95.), der zuvor einen Elfer neben das Tor gesetzt hatte (9.). Mit seinen beiden Treffern kommt er nun auf 18 WM-Tore und hat sämtliche fünf argentinischen Tore bei diesem Turnier erzielt. Die Südamerikaner, die in der hitzigen Schlussphase taktisch extrem reif agierten und enorm hoch standen, ließen kaum noch ein Durchkommen zu.
Kritik an VAR und Entstehung des 0:1
Aus österreichischer Sicht blieb vor allem die Standardsituation vor dem 0:1 ein Ärgernis. Rangnick kritisierte im Anschluss die Entstehung des Führungstreffers und haderte insbesondere mit der Rolle des Videoassistenten. „Es ist ärgerlich, dass der VAR nicht den Mut hatte wie beim Elfmeter, den Schiedsrichter rauszubitten um sich die Szene anzuschauen", sagte der Teamchef bei Magenta TV. Zudem monierte er, dass Posch in der betreffenden Szene zu früh vorgeschoben habe. Auch bei einer dritten Torchance wäre es besser gewesen, den Ball zurückzuspielen, „da haben wir den Gegner angeschossen" – so Rangnick weiter.
Insgesamt zog der Teamchef allerdings eine positive Bilanz des Auftritts. „Der Auftritt war, wie wir uns das vorgenommen haben. Ja, da wäre mehr drin gewesen", sagte er bei Magenta TV. „Schade ist das 2:0 am Ende, natürlich tut es weh, dass wir verloren haben. Ein 0:1 wäre besser gewesen, wir brauchen im letzten Auftritt einen Punkt." Rangnick warb zugleich für den Blick nach vorne: „Es gilt, den Blick nach vorne zu richten." Sein Team stehe nun bei sechs Punkten, sei weiter im Turnier, und alles andere als aussichtslos.
Ausblick auf das Spiel gegen Algerien
Für die Mannschaft von Rangnick steht nun das letzte Gruppenspiel an. Österreichs letztes Gruppenmatch steigt am Sonntag um 4 Uhr MESZ in Kansas City gegen Algerien. „Wir versuchen jetzt so schnell wie möglich nach Hause zu kommen, ins Teamcamp und dann geht's an die Regeneration und dann versuchen wir gegen Algerien zu gewinnen", sagte der Teamchef. Auch ÖFB-Teamstürmer Michael Gregoritsch betonte: „Wir wollten hart sein, wir wollten unser Spiel auf den Platz bringen." Ein Sieg gegen Algerien würde den Einzug in die K.o.-Runde sichern, sofern die Ergebnisse mitspielen.
Für Messi war es ein persönlicher Meilenstein. „Ich bin natürlich sehr froh darüber, dass ich das alles erreicht habe. Den [Elfer] hätte ich auch reinbringen können, aber gut, letztendlich bin ich sehr froh, dass wir das Ergebnis erzielt haben und dass wir alles als Mannschaft gewonnen haben", sagte der Argentinier via ARD. Der Kapitän hatte sein Team mit zwei Treffern im entscheidenden Moment im Turnier gehalten und seine Mannschaft damit einen Schritt näher Richtung Achtelfinale gebracht. „Sechs Punkte, wir sind weiter."
Messi und sein persönlicher Meilenstein
Aus Sicht der ÖFB-Akteure überwog trotz der Niederlage der Stolz auf die eigene Leistung. Das Spiel sei eine Art Cordoba-Revival gewesen, knapp 48 Jahre nach dem legendären WM-Sieg Österreichs gegen Deutschland am 22. Juni 1978 in Córdoba. Damals hatte die „Wunder von Cordoba"-Mannschaft das Spiel gegen den amtierenden Weltmeister mit 3:2 gewonnen. Eine Neuauflage gegen Argentinien gelang nicht, auch wenn Wimmers Kopfball in der 94. Minute die Geschichte dieses Abends beinahe noch einmal umgeschrieben hätte.
ServusTV-Experte Jan Åge Fjörtoft brachte es bereits zur Pause auf den Punkt: „Österreich spielt gegen einen Gott und zehn Killer." Mit dem „Gott" meinte er Messi, der mit seinen zwei Toren einmal mehr den Unterschied machte. Die „zehn Killer" standen für die argentinische Defensive und das taktisch disziplinierte Auftreten des Südamerika-Meisters, das Österreich über weite Strecken verzweifeln ließ.
Cordoba-Revival bleibt aus
Die Ausgangslage für die ÖFB-Auswahl vor dem Algerien-Spiel bleibt dennoch intakt. Mit einem Sieg winkt der Einzug in die K.o.-Phase, bei einer Niederlage droht das Aus. Das Hinspiel gegen Algerien ist damit zum Endspiel um den Aufstieg geworden. Verzichten muss Rangnick möglicherweise auf den einen oder anderen Spieler – die genaue personelle Situation für das letzte Gruppenspiel wird sich in den kommenden Tagen klären.
In der Analyse der heimischen Medien standen vor allem zwei Punkte im Mittelpunkt: die starke Defensivleistung der Österreicher, die über weite Strecken den Weltmeister kontrollierte, und die fehlende Durchschlagskraft im Angriff. Mehrere Chancen wurden nicht konsequent zu Ende gespielt, der finale Pass kam oft zu spät oder zu ungenau. Die Folge: Hinten stark, vorne zu harmlos – so fasste es die Analyse zur ÖFB-Pleite zusammen.
Der verschossene Elfmeter von Messi in der Anfangsphase hatte kurzzeitig Hoffnung geweckt. Einige Experten diskutierten in der Folge, ob die argentinische Nummer zehn möglicherweise den Rekord für die meisten verschossenen Elfmeter bei einer WM aufgestellt habe – verifizieren ließ sich dies am Spieltag nicht. Klar ist aber: Messi blieb cool, glich seinen Fehler aus und entschied das Spiel am Ende doch noch deutlich.
Analyse: Defensiv stark, offensiv zu harmlos
Mit Blick auf die Tabelle bleibt Österreich auf dem zweiten Platz der Gruppe J hinter Argentinien. Das Torverhältnis ist nach der 0:2-Niederlage allerdings deutlich schlechter als erhofft. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale zählt am Sonntag gegen Algerien daher nur ein Sieg – alles andere würde die Lage deutlich verkomplizieren.
Der argentinische Trainerstab dürfte derweil mit der Leistung seiner Mannschaft insgesamt zufrieden sein. Nach dem verschossenen Elfmeter zeigte die „Albiceleste" Moral, kämpfte sich zurück und nutzte ihre Chancen eiskalt. Messi unterstrich mit seinen beiden Treffern einmal mehr seinen Anspruch, bei dieser WM eine prägende Rolle zu spielen.
Die nächste Aufgabe für Argentinien in der Gruppe J ist bereits am kommenden Spieltag angesetzt. Mit einem weiteren Sieg könnte der Titelverteidiger den Gruppensieg vorzeitig perfekt machen und mit breiter Brust in die K.o.-Runde gehen. Österreich hingegen braucht im Parallelspiel Schützenhilfe, um nicht auf das Torverhältnis angewiesen zu sein.
Für Österreich zählt am Sonntag in Kansas City nur ein Sieg. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit dem Weltmeister mithalten kann, nun muss sie diese Leistung auch in entscheidenden Momenten abrufen. „Da wäre es besser gewesen, bis Romano Schmid zu warten", lautete eine der Stimmen aus dem ÖFB-Lager im Nachgang – ein Hinweis darauf, dass die Mannschaft personell und taktisch noch nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft hat.
Mit Blick auf die kommenden Tage gilt für die ÖFB-Auswahl: regenerieren, fokussieren, gewinnen. Die Ausgangslage ist schwierig, aber nicht aussichtslos. Das Team hat bewiesen, dass es mit den besten Mannschaften der Welt mithalten kann – nun muss es diese Leistung auch in das entscheidende Spiel gegen Algerien mitnehmen.
Fragen & Antworten
Wie hat Österreich gegen Argentinien gespielt?
Österreich verlor am 22. Juni 2026 im WM-Gruppenspiel der Gruppe J gegen Titelverteidiger Argentinien mit 0:2. Die Tore für Argentinien erzielte Lionel Messi in der 38. und 95. Minute, nachdem er in der 9. Minute einen Elfmeter verschossen hatte.
Was kritisierte Ralf Rangnick nach dem Spiel?
Teamchef Ralf Rangnick kritisierte vor allem die Entstehung des 0:1 und den ausbleibenden VAR-Einsatz in dieser Szene. „Es ist ärgerlich, dass der VAR nicht den Mut hatte wie beim Elfmeter, den Schiedsrichter rauszubitten um sich die Szene anzuschauen", sagte er bei Magenta TV.
Wie geht es für Österreich im Turnier weiter?
Österreich trifft am Sonntag um 4 Uhr MESZ in Kansas City im letzten Gruppenspiel auf Algerien. Mit einem Sieg könnte die Mannschaft von Ralf Rangnick den Einzug in die K.o.-Runde der WM 2026 perfekt machen.
ÖFB verliert 0:2 gegen Argentinien – Messi-Doppelpack in | sportnachrichten