Der frühere italienische Nationalspieler Paolo Maldini wird Technischer Direktor des italienischen Fußballverbands FIGC und soll die Krise der „Squadra Azzurra“ beenden.

Der italienische Fußballverband FIGC hat Paolo Maldini zum neuen Technischen Direktor ernannt. In dieser Funktion soll der 58-Jährige die sportliche Leitung der Nationalmannschaften übernehmen und konkret die Suche nach einem neuen Nationaltrainer vorantreiben. Maldini folgt damit auf eine Phase, in der die italienische Auswahl nach enttäuschenden Ergebnissen unter Druck steht.

Wie der Verband mitteilte, holte sich Maldini überraschend den brasilianischen Weltmeister Leonardo als Berater an seine Seite. Leonardo, der selbst als Spieler und Funktionär Erfahrung mitbringt, soll den ehemaligen Kapitän der „Squadra Azzurra“ bei der Neuausrichtung unterstützen. Die Zusammenarbeit der beiden ist Teil eines umfassenden Umbaus, den die FIGC nach dem Scheitern in der jüngeren Vergangenheit eingeleitet hat.

Maldinis Aufgaben: Trainerwahl und Struktur

Maldinis Aufgabenfeld ist breit gefasst: Er wirkt nicht nur an der Wahl des neuen Nationaltrainers mit, sondern auch an der Leitung der gesamten Struktur der Nationalmannschaften. Der FIGC betonte, Maldini werde „konkret und aktiv“ Verantwortung übernehmen und zugleich Präsident des „Club Italia“ sein, in dem ehemalige Nationalspieler organisiert sind.

Als Favoriten für den Trainerposten gelten Antonio Conte und Roberto Mancini. Beide waren bereits einmal Nationaltrainer Italiens und sind aktuell ohne Anstellung. Conte, der die „Squadra Azzurra“ zwischen 2014 und 2016 betreute, und Mancini, der das Team von 2018 bis 2023 trainierte und 2021 den EM-Titel holte, bringen Erfahrung auf höchstem Niveau mit.