Der italienische Fußballverband hat Roberto Mancini zum zweiten Mal als Cheftrainer der Männer-Nationalmannschaft verpflichtet und damit eine fast viermonatige Suche nach einem Nachfolger des im April zurückgetretenen Gennaro Gattuso beendet.
Vorgeschichte mit Sprung-Genick
Verbandspräsident Giovanni Malagò stellte Mancini am Dienstagnachmittag in Rom als neuen „Commissario Tecnico“ vor. Damit kehrt der 61-Jährige auf den Posten zurück, den er bereits von 2018 bis 2023 innehatte. Nach Angaben von Malagò soll Mancini die Nationalmannschaft, die dreimal nacheinander bei einer WM nicht dabei war, wieder in Form bringen. Ein unterzeichneter Vertrag mit dem Verband lag zum Zeitpunkt der Pressekonferenz noch nicht vor.
Die erneute Verpflichtung kommt mit der Vorgeschichte Mancinis beim italienischen Verband daher, die Spuren hinterlassen hat. Drei Jahre zuvor hatte sich Mancini trotz laufenden Vertrags plötzlich als Teamchef nach Saudi-Arabien verabschiedet, angeblich mit einem Vierjahresvertrag für 25 Millionen Euro pro Saison. „als im August 2023 das große Geld aus Saudi-Arabien lockte, war er weg. Er verabschiedete sich trotz laufenden Vertrags aus Italien und übernahm kurz darauf die Auswahl Saudi-Arabiens“, schildert die Deutsche Presse-Agentur den Bruch. Schon im Oktober 2024 endete die Zusammenarbeit mit dem saudischen Verband einvernehmlich wegen der enttäuschenden sportlichen Bilanz.
