Miami, 30 September 2026
Der Fußball-Weltverband FIFA hat dem europäischen Kontinentalverband UEFA eine „Desinformationskampagne" vorgeworfen und damit den seit Tagen schwelenden Konflikt um die Verteilung von Milliarden aus einem FIFA-Fonds weiter verschärft.
Hintergrund des Streits ist eine gemeinsame Forderung von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und CONCACAF-Präsident Victor Montagliani an die FIFA. Die beiden Verbandschefs verlangten, der Fußball-Weltverband solle an jeden seiner 211 Mitgliedsverbände „mindestens zehn Millionen Dollar" aus einem eigens aufgelegten Hilfsfonds ausschütten. Damit würde sich die zu verteilende Gesamtsumme auf mindestens 2,11 Milliarden Dollar summieren.
Die FIFA wies die Forderung zurück und schlug stattdessen einen anderen Ton an. In einer offiziellen Mitteilung sprach der Weltverband von einer orchestrierten „Desinformationskampagne" durch die UEFA. FIFA-Präsident Gianni Infantino habe „persönlich zur Verteidigung des Projekts" beigetragen, hieße es in Mitteilungen, ergänzt die FIFA. Damit stellt sich der Weltverband offen gegen den mächtigsten seiner sechs Kontinentalverbände.
