FIFA-Präsident Gianni Infantino gab am Donnerstag bekannt, dass der Weltfußballverband ein geplantes, an die Weltmeisterschaft geknüpftes Investitionsvehikel im Umfang von 20 Milliarden Dollar aufgibt und verwies auf die Spaltungen, die das Projekt verursacht habe.
Die von Infantino kommunizierte Entscheidung markiert eine deutliche Kehrtwende für die FIFA, die den Finanzierungsmechanismus als Teil ihrer kommerziellen Strategie rund um die Männer- und Frauen-Weltmeisterschaften entwickelt hatte. In einer Erklärung sagte Infantino: "Having listened carefully to all the views, it has become clear that the project has created divisions of a nature that, regardless of the level of support, are no longer in the interest of the objective set out in the first place." Die Wortwahl signalisierte, dass die FIFA den institutionellen Zusammenhalt über die finanziellen Ambitionen des Plans stellte.
Das Investitionsvehikel war darauf ausgelegt, privates Kapital in Fußballinfrastruktur, Übertragungsrechte und breiter angelegte WM-bezogene Projekte zu lenken. Laut mit dem Vorschlag vertrauten Personen sah die Struktur langfristige Partnerschaften mit institutionellen Investoren vor und hätte über einen mehrjährigen Horizont mehr als 20 Milliarden Dollar binden können. Die FIFA hatte argumentiert, dass die Vereinbarung die Mittel, die den 211 Mitgliedsverbänden zur Verfügung stehen, erweitern würde, ohne die eigenen Reserven des Verbands anzutasten.
