London, 01 Juli 2026
Novak Djokovic hat sich nach einem kleinen Streich mit einer Ballmädchen während seiner Wimbledon-Zweitrunde entschuldigt. Der 39-jährige Serbe besiegte Stefanos Tsitsipas klar und trifft nun auf den Franzosen Arthur Rinderknech.
London, 01 Juli 2026
Der serbische Tennisprofi Novak Djokovic hat sich bei einer Ballmädchen in Wimbledon entschuldigt, nachdem er während seiner Zweitrundenpartie gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas einen kleinen Scherz gemacht hatte.
Djokovic, an Position sieben gesetzt, hatte das Mädchen während der Partie gebeten, ein Stück Tape von seinem rechten Arm abzuschneiden. Als die Helferin den Streifen durchtrennte, zuckte der Altstar kurz zusammen und tat so, als hätte sie ihm Schmerzen zugefügt. Kurz darauf lachten jedoch beide, wie eine dpa-Meldung aus Wimbledon berichtet.
Nach dem Spiel sagte der 39 Jahre alte Serbe auf dem Platz: „Es tut mir leid, wenn ich sie erschreckt habe“. Zudem räumte er ein: „Es sei wohl kein guter Witz gewesen“. Djokovic betonte, dass die Reaktion der Ballmädchen ihn beschämt habe und er sich für sein Verhalten entschuldige.
Sportlich verlief der Auftritt des Serben gegen den anhaltend schwach aufspielenden Tsitsipas überaus deutlich. Djokovic gewann die Zweitrundenpartie 6:3, 6:4, 6:2 und benötigte lediglich etwas mehr als zwei Stunden für den klaren Erfolg. Schon im ersten Satz hatte er die Kontrolle übernommen und seinen Aufschlag durchgehend gehalten.
Tsitsipas, der in Wimbledon in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt hatte, blieb diesmal blass. Der Grieche leistete sich zahlreiche unerzwungene Fehler und fand gegen die variantenreiche Spielweise des Serben kaum ein Mittel. Djokovic nutzte die sich bietenden Chancen konsequent und verwandelte mehrere Breakbälle frühzeitig.
In der dritten Runde wartet nun ein unangenehmer Gegner auf Djokovic: der Franzose Arthur Rinderknech. Rinderknech hatte im Vorjahr in Wimbledon für Aufsehen gesorgt, als er den deutschen Spitzenspieler Alexander Zverev bereits in der ersten Runde aus dem Turnier warf. Djokovic zeigte sich vor der Aufgabe jedoch zuversichtlich und verwies auf seine Erfahrung auf Rasen.
Parallel sorgten auch andere Partien des Tages für Schlagzeilen. Bei den Damen setzte sich die an vier gesetzte US-Amerikanerin Jessica Pegula gegen die Spanierin Sara Sorribes Tormo mit 7:6(6), 6:1 durch. Auch die Schweizerin Belinda Bencic (SUI-11) zog mit einem 7:5, 6:0 gegen die Chinesin Wang Xinyu in die nächste Runde ein.
Bei den Herren avancierte der Ungar Marton Fucsovics zur positiven Überraschung. Er bezwang den an 16 gesetzten US-Amerikaner Learner Tien mit 6:7(6), 6:4, 7:6(4), 6:3 und steht damit ebenfalls in der dritten Runde. Der an Position drei gesetzte Kanadier Felix Auger-Aliassime setzte sich zudem gegen Dino Prizmic aus Kroatien mit 7:6(2), 6:3, 7:5 durch.
Im Doppelwettbewerb kam es am Auftakttag ebenfalls zu knappen Ergebnissen. Das portugiesisch-österreichische Duo Francisco Cabral und Lucas Miedler (POR/AUT-11) setzte sich gegen Diego Hidalgo aus Ecuador und Matej Vocel aus Tschechien mit 6:7(4), 7:5, 7:6(2) durch. Die Begegnung dauerte mehr als zwei Stunden und bot den Zuschauern hochklassiges Doppeltennis.
Nach dem Vorfall mit der Ballmädchen lobten Beobachter die schnelle Entschuldigung des Serben. „Es zeigt, dass auch die größten Spieler Fehler einsieht“, kommentierte ein Sprecher des Turniers. Djokovic kündigte an, der Ballmädchen persönlich ein kleines Geschenk zu überreichen, sobald das Turnier weiter fortgeschritten sei.