Acht der zehn bevölkerungsreichsten Länder der Welt nehmen an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nicht teil, darunter China und Indien mit jeweils rund 1,4 Milliarden Einwohnern.

Die Bilanz fällt aus Sicht der großen Bevölkerungsstaaten ernüchternd aus: Von den zehn einwohnerstärksten Staaten sind nur die USA und Brasilien beim Turnier vertreten. China scheiterte erneut in der Qualifikation und liegt im FIFA-Ranking auf Platz 91. Die bislang einzige WM-Teilnahme der Chinesen datiert aus dem Jahr 2002 in Japan und Südkorea, wo sie ohne Punktgewinn und mit einem Torverhältnis von 0:9 in der Vorrunde ausschieden. Der chinesische Präsident Xi Jinping hatte sich zum Ziel gesetzt, China zu einer großen Fußballnation zu machen.

China: Scheitern trotz großer Ambitionen

Auch Indien, mit etwa 1,4 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde, ist bei der WM 2026 nicht dabei. Die Mannschaft scheiterte bereits in der zweiten Qualifikationsrunde und landete hinter Katar und Kuwait. Als Gründe gelten fehlende Infrastruktur, eine unzureichende Nachwuchsförderung sowie das Klima. Zudem bindet Cricket als unangefochtener Volkssport Nummer eins Aufmerksamkeit, Talente und Geld: "die milliardenschwere Indian Premier League" zieht die größten Ressourcen an. Die Indian Super League versucht seit 2014 mit Investitionen aus Wirtschaft und Showbranche, den Fußball im Land zu professionalisieren.