FIFA-Präsident Gianni Infantino hat eine mögliche Erweiterung der Fußball-Weltmeisterschaft auf 64 Teilnehmer ins Gespräch gebracht und eine Entscheidung darüber für die Zeit nach der laufenden WM in den USA, Mexiko und Kanada in Aussicht gestellt.
Hintergrund: Von 13 auf 48 Teams
In einem Interview mit dem Schweizer Sportportal blue Sport sagte der 56-jährige Infantino, eine WM mit 64 Mannschaften sei ein Thema, über das man „auf jeden Fall" nach der Weltmeisterschaft nachdenken solle. Die Äußerung fällt in eine Phase, in der die FIFA mit dem aktuellen Turnier in Nordamerika bereits den nächsten Schritt der Expansion vollzogen hat.
Die WM in den USA, Mexiko und Kanada wird mit 48 Mannschaften ausgetragen, nachdem das Teilnehmerfeld zuvor von 32 auf 48 erhöht worden war. Insgesamt stehen in dem Turnier Rekordwert 104 Spiele auf dem Programm, darunter 72 Partien in der Gruppenphase. Erstmals in der Geschichte wurde dabei ein Sechzehntelfinale ausgetragen, weil die zusätzlichen Teams eine zusätzliche K.o.-Runde erforderlich machten.
Infantino begründete seine Überlegungen mit dem Wunsch, auch Ländern außerhalb der traditionellen Fußballhochburgen eine realistische WM-Perspektive zu eröffnen. „Die Welt, das sei ‚nicht nur Europa und Südamerika' … ‚Die ganze Welt' müsse von einer WM-Teilnahme träumen dürfen", sagte er. Für kleine Nationen sei ein größeres Teilnehmerfeld eine Möglichkeit und ein Ansporn, an einer WM teilzunehmen.
