Argentinien siegt nach 0:2-Rückstand gegen Ägypten – Jubel und Zusammenstöße in mehreren Städten
Buenos Aires, 08. Juli 2026
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Kurzfassung
Argentinien hat im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft Ägypten mit 3:2 besiegt, nachdem das Team zunächst mit 0:2 zurückgelegen hatte. In der Hauptstadt Buenos Aires und in San Miguel de Tucumán kam es in der Nacht zu teils gewaltsamen Reaktionen auf den späten Sieg.
Argentinien hat im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft Ägypten mit 3:2 besiegt und ist nach einem 0:2-Rückstand in der Schlussphase noch zurückgekommen.
Spielverlauf und Wendepunkt
Die Partie gehörte zu den dramatischsten Begegnungen der bisherigen Turnierphase. Argentinien lag deutlich mit 0:2 zurück, ehe das Team um seinen Kapitän Lionel Messi die Wende einleitete. Messi selbst bereitete einen Treffer vor und erzielte den Ausgleich, bevor seine Mannschaft das Spiel schließlich mit 3:2 für sich entschied.
Nach dem Schlusspfiff strömten in der argentinischen Hauptstadt Tausende Menschen auf die Straßen. Allein rund um das bekannte Obelisk in der Innenstadt von Buenos Aires versammelten sich nach Schätzungen mehrere tausend Anhängerinnen und Anhänger, um den späten Erfolg der Albiceleste zu feiern. Die Feiern hielten bis in die späten Abendstunden an und verwandelten Teile des Stadtzentrums in eine spontane Partyzone.
Jubel rund um den Obelisk
Die Stimmung war ausgelassen, doch nicht überall verlief die Nacht friedlich. In San Miguel de Tucumán, der Hauptstadt der gleichnamigen nordwestargentinischen Provinz, kam es laut lokalen Medienberichten zu Zusammenstößen zwischen Feiernden und Einsatzkräften der Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten demnach Gummigeschosse ein, um den Bereich rund um die Feierlichkeiten zu räumen.
Zusammenstöße in Tucumán
Bei den Auseinandersetzungen in San Miguel de Tucumán wurden nach Angaben der örtlichen Berichterstattung zwei Polizeibeamte verletzt. Außerdem nahm die Polizei fünf Personen im Zusammenhang mit den Vorfällen fest. Unabhängig davon, ob die Feiern in Tucumán unmittelbar mit dem Spielergebnis zusammenhingen oder sich aus der allgemeinen Stimmung nach dem Sieg speisten, machten die Behörden deutlich, dass sie ein entschiedenes Vorgehen gegen Gewalt beabsichtigen.
Im Zentrum von Buenos Aires blieb es dagegen nach den vorliegenden Informationen bei einer überwiegend friedlichen Atmosphäre. Beobachterinnen und Beobachter sprachen von spontanen Gesängen, Autokorsos und Menschenansammlungen, die bis tief in die Nacht andauerten. Der Obelisk, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, wurde zeitweise zur Bühne für die kollektive Freude über den Sieg.
Messi als Symbolfigur
Sportlich ragte einmal mehr Lionel Messi heraus, der mit einer Vorlage und einem eigenen Treffer die Wende einleitete. Nach dem Spiel feierten ihn Anhängerinnen und Anhänger in den sozialen Netzwerken und auf den Straßen als eine Art Erlöserfigur, deren Auftritt den Glauben an den Titelverteidiger neu befeuert habe. Messi gehört seit Jahren zu den prägenden Figuren der argentinischen Nationalmannschaft und war bereits beim Titelgewinn 2022 in Katar einer der entscheidenden Akteure.
Dass Argentinien überhaupt als Titelverteidiger in dieses Achtelfinale ging, ist auf den Triumph bei der WM 2022 in Katar zurückzuführen. Damals hatte die Albiceleste unter anderem Frankreich im Finale besiegt und den dritten Weltmeistertitel der Verbandsgeschichte geholt. Die aktuelle Mannschaft steht damit in der Tradition jenes Teams, das vor knapp vier Jahren für einen der meistbeachteten Titelgewinne der jüngeren Fußballgeschichte gesorgt hatte.
Argentinien als Titelverteidiger
Der Vergleich mit der Stimmung nach dem Titelgewinn 2022 drängt sich auch deshalb auf, weil die Reaktionen auf den Sieg gegen Ägypten in mehrfacher Hinsicht Parallelen aufweisen. Erneut verwandelten sich Teile der Hauptstadt in eine Bühne für spontane Feiern, erneut fanden sich Familien, Jugendliche und ältere Anhängerinnen und Anhänger rund um den Obelisk ein, und erneut wurde Messi als Symbolfigur ins Zentrum der Feiern gerückt. Allerdings zeigen die Vorfälle in Tucumán, dass die Emotionen nicht ausschließlich in geordnete Bahnen gelenkt werden konnten.
Behördliche Reaktionen auf die Zusammenstöße in Tucumán standen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch aus. Lokale Medien hatten über Verletzungen, Festnahmen und den Einsatz von Gummigeschossen berichtet; offizielle Stellungnahmen der Provinzregierung oder der nationalen Sicherheitsbehörden lagen zunächst nicht vor. Auch über mögliche Ermittlungen oder Konsequenzen für die Verletzten war zunächst nichts bekannt.
Argentinien trifft im Viertelfinale auf einen noch zu ermittelnden Gegner. Die Mannschaft hat mit dem knappen Sieg im Achtelfinale gezeigt, dass sie auch dann noch zurückfinden kann, wenn die Ausgangslage wenig Hoffnung verspricht. Für die weitere Turnierplanung dürfte das Selbstvertrauen nach dem späten Erfolg ebenso wichtig sein wie die Erkenntnis, dass über neunzig Minuten hinweg keine Nachlässigkeit erlaubt ist.
Die globale Aufmerksamkeit für das Turnier ist auch jenseits Argentiniens groß. In zahlreichen Ländern wurde über das Spiel und die anschließenden Szenen in Buenos Aires und Tucumán berichtet. Bilder von Feiernden rund um den Obelisk und Berichte über die Zusammenstöße im Nordwesten Argentiniens verbreiteten sich über internationale Nachrichtenagenturen und soziale Medien.
Ausblick auf das Viertelfinale
Für die kommenden Tage kündigten die Behörden in Buenos Aires an, die Sicherheitslage rund um größere Menschenansammlungen weiter im Blick zu behalten. Erfahrungsgemäß halten Jubelfeiern nach bedeutsamen Siegen über mehrere Tage an, insbesondere wenn die Mannschaft das Halbfinale erreicht. Die Vorfälle in Tucumán hatten indes bereits am Mittwochmorgen (Ortszeit) eine breite Debatte über die Grenzen zwischen Feier und Gewalt ausgelöst.
Unabhängig davon bleibt festzuhalten, dass die sportliche Leistung der argentinischen Mannschaft im Mittelpunkt steht. Ein 0:2-Rückstand in einem WM-Achtelfinale ist eine Ausgangslage, die nur wenige Mannschaften drehen können. Dass Messi und seine Mitspieler diese Hürde genommen haben, dürfte die Diskussion über den Zustand der Albiceleste ebenso befeuern wie die Erwartungen an die kommenden Spiele.
Die kommenden Aufgaben im Turnier werden zeigen, ob der dramatische Sieg gegen Ägypten tatsächlich eine Wende markiert oder ob die Mannschaft weiterhin auf einzelne Momente der Klasse angewiesen bleibt. Fest steht, dass Argentinien im Achtelfinale die schwierigste Prüfung des bisherigen Turniers bestanden hat – und dass die Reaktionen im Land in jeder Hinsicht bemerkenswert ausgefallen sind.
Fragen & Antworten
Wie konnte Argentinien das Spiel gegen Ägypten noch drehen?
Argentinien lag nach den vorliegenden Informationen bereits 0:2 zurück und kam in der Schlussphase zurück. Lionel Messi bereitete einen Treffer vor und erzielte den Ausgleich, bevor sein Team das Spiel mit 3:2 gewann.
Was geschah nach dem Spiel in San Miguel de Tucumán?
In der Provinzhauptstadt San Miguel de Tucumán kam es laut lokalen Medienberichten zu Zusammenstößen zwischen Feiernden und der Polizei. Dabei wurden zwei Polizeibeamte verletzt, fünf Personen festgenommen und Gummigeschosse eingesetzt.
Warum wird Messi nach dem Sieg besonders gefeiert?
Fans feierten Messi nach dem Spiel als eine Art Erlöserfigur, weil er mit einer Vorlage und einem eigenen Tor die Wende gegen Ägypten einleitete und Argentinien damit ins Viertelfinale führte.