Die Frauen der Wiener Austria empfangen am Samstag um 14:00 Uhr in der Generali-Arena Red Bull Salzburg und können mit einem Sieg den Meistertitel fixieren.
Update vom 22. Mai 2026: Der SKN St. Pölten blieb mit einem 3:2-Erfolg bei Sturm Graz dem Tabellenführer dicht auf den Fersen, während die Austria auf eine perfekte Heimserie und den entscheidenden Heimsieg baut.
Was ist neu seit 22. Mai 2026
Das Titelrennen in der österreichischen Frauen-Bundesliga hat sich in den vergangenen Tagen noch einmal dramatisch zugespitzt. Im Parallelspiel am Donnerstagabend setzte sich der SKN St. Pölten bei Sturm Graz mit 3:2 durch und verkürzte den Rückstand auf die Wiener Austria auf zwei Punkte.
Lange sah es nach einer Enttäuschung für die Niederösterreicherinnen aus, denn Sturm Graz ging in Führung und der SKN benötigte dringend einen Sieg, um die Wienerinnen noch einholen zu können. Ein Doppelschlag nach der Pause brachte jedoch die Wende, und Sarah Mattner traf in der 89. Minute zum umjubelten 3:2.
SKN-Trainer Laurent Fassotte zeigte sich nach dem knappen Erfolg kämpferisch: „Unser Ziel ist es, die Saison sehr gut zu beenden, dafür wollen wir eine gute Leistung in Graz zeigen und drei Punkte mitnehmen. Und jetzt schauen wir, ob wir diese Serie auch in der letzten Runde fortsetzen können.“
Damit hat sich der Druck auf die Austria vor dem Heimspiel gegen Red Bull Salzburg spürbar erhöht. Ein eigener Sieg würde alle Rechnereien beenden; ein Remis oder gar eine Niederlage könnte die Entscheidung dagegen auf das letzte Saisonspiel gegen Serienchampion St. Pölten verschieben.
SKN St. Pölten schöpft neue Hoffnung
Austria-Cheftrainer Stefan Kenesei warnte vor dem Gegner: „Wir haben große Schritte getan, aber St. Pölten lauert. Deswegen gehen wir voll fokussiert und mit allem, was wir haben, in diese Partie hinein.“
Sein Team habe zwar „die notwendigen Punkte holen, um die Meisterschaft zu fixieren“ im Blick, aber Kenesei ist sich bewusst, „dass ein Gegner kommt, der jedem Punkte 'stehlen' kann.“
Eine Woche zuvor hatten die Austrianerinnen den ersten Trophäe der Saison geholt: Das Cupfinale gegen Red Bull Salzburg wurde am Wiener Sport-Club-Platz vor 4.600 Zuschauern und Zuschauerinnen mit 1:0 gewonnen. Der knappe, aber verdiente Sieg gab zusätzliches Selbstvertrauen.
Cupsieg als Rückenwind
„Wir wissen, was für die Austria auf dem Spiel steht. Genau das wird entscheidend sein“, sagte Salzburgs Trainer Dusan Pavlovic, dessen Team um die Rolle des Partycrashers kämpft. „Wir fokussieren uns auf unsere Leistung, wollen noch einmal zeigen, dass wir konkurrenzfähig in einem Spiel gegen das Topteam aus unserer Liga sein können.“
Die Vorzeichen für das Match in der Generali-Arena stehen aus Austria-Sicht gut. Im Grunddurchgang siegten die Wienerinnen gegen Red Bull Salzburg 6:0 und 1:0, und auch im bisher einzigen Aufeinandertreffen der Meistergruppe gab es ein 0:0.
Eine besondere Stärke ist die Heimfestung der Austria: In dieser Saison wurden alle Heimspiele gewonnen, das Torverhältnis lautet beeindruckende 34:5. „Nach einem schwierigen Auswärtssieg in Graz wollen wir daheim die notwendigen Punkte holen, um die Meisterschaft zu fixieren“, erinnerte Kenesei an den jüngsten Erfolg.
Heimstärke als Trumpf
Die Formkurve der Mannschaft ist auch auf internationaler Bühne erkennbar. Neo-Teamchef Lars Söndergaard nominierte am Donnerstag gleich vier Austria-Spielerinnen in den Kader für die WM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien: Torfrau Jasmin Pal sowie die Abwehrspielerinnen Virginia Kirchberger, Katharina Schiechtl und Louise Schöffel.
Söndergaard, der 2005 mit den Austria-Männern im UEFA-Cup-Viertelfinale stand, setzt auf die Stabilität der Wiener Defensive – ein klares Zeichen für die Qualität im Kader.
Nationalteam-Ehren für Austria-Defensive
Mit dem Rückenwind des Cuptitels und der nahezu perfekten Heimstatistik will die Austria den letzten Schritt gehen. Ein Blick in die Statistik sollte dem Selbstvertrauen keinen Abbruch tun, auch wenn ein Restrisiko bleibt.
Der nächste Gegner, der SKN St. Pölten, musste am Donnerstag ebenfalls zittern: Lara Ritter bewahrte ihre Mannschaft mit großartigen Paraden vor einem frühen Rückstand, ehe der Gegner vom Cupfinale (1:0 für die Austria) nach der Pause unter Druck gesetzt werden konnte.
Alles in allem erwartet die Fans am Samstag ein echter Showdown. Mit einem Heimsieg würden die Austrianerinnen die Meisterschaft aus eigener Kraft klarmachen – eine Nervenschlacht am letzten Spieltag bliebe erspart.
Stimmen zum Finalwochenende
Fassotte unterstrich die Ambitionen seines Teams: „Wir wussten, dass wir am Ende alles gewinnen müssen. Und jetzt schauen wir, ob wir diese Serie auch in der letzten Runde fortsetzen können.“ Für die Austria zählt nur der unmittelbare Erfolg.
