Slavko Vincic leitet das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien
East Rutherford, 17. Juli 2026
Bryan Berlin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Kurzfassung
Der slowenische Schiedsrichter Slavko Vincic ist am Sonntag (21.00 Uhr) für das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Argentinien in East Rutherford nominiert worden. Als Video-Assistent steht ihm der deutsche Referee Bastian Dankert zur Seite, der damit seine zweite WM-Finalteilnahme erlebt.
Der slowenische Schiedsrichter Slavko Vincic ist von der FIFA für das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21.00 Uhr) in East Rutherford nominiert worden, wie der Weltverband mit einem emotionalen Video bekannt gab.
Vincic erfuhr seine Nominierung in der Nacht zum Freitag bei einem Treffen mit den Unparteiischen des Turniers. FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina verkündete dem 46-Jährigen die Entscheidung und überreichte ihm ein schwarzes Trikot mit seinem Namen. In dem Video ist zu sehen, wie Vincic vor Freude in Tränen ausbricht. Für den Slowenen ist es sein erstes WM-Endspiel.
Bei der laufenden Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ist es bereits sein vierter Einsatz. Zuvor leitete Vincic unter anderem das Sechzehntelfinale zwischen Gastgeber Mexiko und Ecuador, das 2:0 endete, sowie die Gruppenpartie zwischen Jordanien und Algerien (1:2). Insgesamt kommt er im Turnier auf drei Spielleitungen. Die WM 2026 ist sein zweites großes Weltmeisterschaftsturnier nach der Endrunde in Katar vor vier Jahren.
Vincics vierter Einsatz im Turnier
An der Seitenlinie stehen Vincic die slowenischen Assistenten Tomaz Klancnik und Andraz Kovacic zur Seite. Das Trio ist damit komplett slowenisch besetzt. Als Video-Assistent (VAR) wurde der deutsche Schiedsrichter Bastian Dankert nominiert, der das Geschehen über die Funkverbindung aus dem Video-Keller steuert.
Für Dankert ist es bereits die zweite WM-Finalteilnahme. Beim Turnier 2022 in Katar war er Teil des Reserve-VAR-Teams und erlebte das Endspiel zwischen Argentinien und Frankreich live im Stadion. Diesmal gehört er fest zur Hauptaufstellung und unterstützt Vincic direkt. Der 46-Jährige aus Rostock, geboren in Schwerin, ist seit 14 Jahren in der Bundesliga als Schiedsrichter im Einsatz und seit 2018 bei jeder großen Endrunde als Video-Assistent dabei.
Dankert zum zweiten Mal im WM-Finale
Dankert selbst hatte vor Turnierbeginn betont, wie sehr er sich eine erneute Finalteilnahme wünsche. „Sollte ich in diesem Jahr wirklich noch einmal auf dieser Bühne sein, wäre das natürlich ein absoluter Traum“, sagte der deutsche Referee vor dem Start in den USA, Mexiko und Kanada. Dieser Traum wurde nun wahr.
DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher zeigte sich erfreut über die Nominierung seines Schützlings. „Wir freuen uns sehr für ihn und sind stolz, dass unsere Farben auch im WM-Finale vertreten sind“, erklärte Kircher. Über Dankert sagte er: „Bastian ist ein weltweit anerkannter VAR mit jahrelangen Topspielerfahrungen und auch einem guten Zusammenspiel im Team mit Vincic.“
Größtes Finale: Champions League 2024
Das größte Endspiel in Vincics Karriere war bislang das Champions-League-Finale 2024 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund, das 2:0 endete. Nun folgt der nächste Karrierehöhepunkt – und zwar auf der größten Bühne, die der Fußball zu bieten hat. Die Partie wird live im ZDF, bei MagentaTV, im ORF 1 und im NDR Livecenter übertragen.
Das Stadion in East Rutherford, im US-Bundesstaat New Jersey gelegen, ist Schauplatz des Finales. Vincic wird die Begegnung zwischen den spanischen und argentinischen Fußballgrößen leiten, die beide auf eine lange Turnierhistorie zurückblicken. Argentinien ist als Titelverteidiger in das Endspiel gestartet, Spanien gehört zu den traditionsreichsten Fußballnationen der Welt.
Emotionaler Moment bei der Verkündung
Die FIFA hatte die Nominierung in einem offiziellen Treffen mit allen Schiedsrichtern, Assistenten und Video-Assistenten des Turniers verkündet. Collina, der als einer der besten Schiedsrichter der Fußballgeschichte gilt, führte persönlich durch die Bekanntgabe. Die Bilder der emotionalen Reaktion Vincics verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien.
Für Vincic ist die Berufung ins Finale die Krönung einer langen Schiedsrichterkarriere. Der Slowene hatte sich über Jahre durch konstant gute Leistungen in internationalen Wettbewerben empfohlen. Sein Stil ist bekannt für klare Entscheidungen und eine ruhige Spielführung.
Das deutsche Schiedsrichterwesen ist mit Dankert prominent vertreten. Der Familienvater aus Rostock gilt als einer der besten deutschen Referees und hat sich durch seine jahrelange Erfahrung als Video-Assistent einen Namen gemacht. Die Zusammenarbeit mit Vincic sei eingespielt, betonte Kircher.
Spanien trifft auf Argentinien
Das WM-Finale am Sonntagabend wird nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch ein Höhepunkt. Die Schiedsrichter-Crew um Vincic, Klancnik, Kovacic und Dankert muss in einem Spiel zwischen zwei technisch starken Mannschaften Höchstleistungen zeigen. Jede strittige Szene wird vom VAR-Team um Dankert geprüft.
Die Anstoßzeit ist auf 21.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit festgelegt. Millionen Zuschauer weltweit werden die Partie verfolgen. Für Vincic, Dankert und das gesamte Schiedsrichter-Team ist es die Chance, sich auf der größten Bühne des Weltfußballs zu beweisen.
Die FIFA hatte im Vorfeld des Turniers betont, dass die Nominierung der Schiedsrichter für das Finale eine besondere Auszeichnung sei. Mit Vincic und Dankert sind zwei erfahrene Unparteiische ausgewählt worden, die bereits in vielen hochkarätigen Partien bewiesen haben, dass sie auch unter größtem Druck bestehen können.
Deutsche Beteiligung am Finale
Mit dem Anpfiff am Sonntagabend beginnt für Vincic ein neues Kapitel seiner Karriere. Der 46-Jährige, der in seiner Heimat Slowenien als Spitzenschiedsrichter gilt, wird das wichtigste Spiel im Weltfußball leiten – und das vor einem Millionenpublikum.
Die deutsche Beteiligung durch Dankert unterstreicht die hohe Qualität der deutschen Schiedsrichter. Der DFB kann mit der Nominierung Dankerts einen weiteren Erfolg verbuchen, nachdem deutsche Referees bereits in den vergangenen Jahren bei großen Turnieren eine wichtige Rolle spielten.
Fragen & Antworten
Wer ist Slavko Vincic?
Slavko Vincic ist ein 46-jähriger Schiedsrichter aus Slowenien, der bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 das Finale zwischen Spanien und Argentinien leiten wird. Es ist sein erstes WM-Endspiel und sein vierter Einsatz im laufenden Turnier.
Welche Rolle spielt Bastian Dankert beim WM-Finale?
Bastian Dankert ist als Video-Assistent (VAR) für das WM-Finale nominiert worden und unterstützt den Hauptschiedsrichter Slavko Vincic per Funkkommunikation. Für den 46-jährigen Deutschen ist es nach 2022 seine zweite WM-Finalteilnahme.
Wie hat Vincic auf seine Nominierung reagiert?
Vincic brach nach der Bekanntgabe durch FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina in Tränen der Freude aus. Ein Video des Weltverbands zeigt den emotionalen Moment, als ihm die Nominierung für das Finale mitgeteilt wurde.
Vincic pfeift WM-Finale Spanien gegen Argentinien | sportnachrichten