Wien, 04 August 2026
Die österreichische Regierung warnt vor einer zunehmenden Lücke beim Schwimmunterricht, weil öffentliche Schwimmbäder fehlen, um Kindern und Jugendlichen ausreichend Schwimmkenntnisse zu vermitteln.
Die Zahl der öffentlich zugänglichen Schwimmbäder in Österreich reicht nach Einschätzung der Regierung nicht aus, um flächendeckenden Schwimmunterricht sicherzustellen. Die zuständige Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt verwies am Dienstag auf Daten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV), die Defizite bei den Schwimmfähigkeiten von Kindern und Jugendlichen belegen. Damit ist das Thema Schwimmsicherheit erneut auf die politische Agenda gerückt.
Daten des KFV als Ausgangspunkt
Schwimmen zählt zu den Kernkompetenzen, die in der schulischen Bewegungserziehung verankert sind. Viele Schulen sind laut Schmidt jedoch darauf angewiesen, dass Kommunen, Bäderbetreiber und Verbände Wasserflächen und Kurszeiten bereitstellen. Wo kommunale Bäder fehlen oder Kapazitäten gekürzt wurden, fallen einzelne Schulstunden oder ganze Kursserien aus. Der Druck auf die wenigen verbleibenden städtischen Schwimmbäder, insbesondere in Wien und Ballungsräumen, wächst.
