Wien, 17 August 2026

Der österreichische Schwimmer Jakub Maly hat nach seinem Medaillengewinn bei den Schwimm-Europameisterschaften Nachholbedarf in der professionellen Vorbereitung des Teams angemahnt und insbesondere die Belastungssteuerung für Mehrfach-Starter sowie die Trainingslager für Junioren kritisiert.

Der österreichische Schwimmer Jakub Maly hat nach seinem Medaillengewinn bei den Schwimm-Europameisterschaften deutlichen Optimierungsbedarf in der professionellen Vorbereitung des Nationalteams formuliert. In einer Analyse verwies er darauf, dass Athletinnen und Athleten mit fünf bis sieben Bewerben, Semifinale- und Finalteilnahmen sowie zusätzlichen Staffelstarts am Rand ihrer Belastbarkeit operierten. Maly sieht hier organisatorische und mentale Stellschrauben, die im Vorfeld eines Großereignisses konsequenter angegangen werden müssten.

Besonders hervorgehoben wurde von ihm der Spagat zwischen Regeneration, Interviewpflichten und familiärem Umfeld im Wettkampf-Alltag. Wer gleichzeitig in vielen Disziplinen antrete, müsse sehr bewusst entscheiden, wie schnell man die Mixed Zone, also die Interviewzone, durchquere, wann man ins Bett komme und wie stark man sich durch die Anwesenheit der eigenen Eltern ablenken lasse. Maly verwies in diesem Zusammenhang auf spürbare Leistungseinbrüche bei einigen Startern gegen Ende der Titelkämpfe.