Jakub Maly ist nach dem Tod von Walter Bär interimistisch zum Sportdirektor des Österreichischen Schwimmverbands (OSV) bestellt worden und wird erstmals offiziell in dieser Rolle die 22-köpfige österreichische Delegation bei den Europameisterschaften in Paris anführen.

Interimsphase bis Saisonende

Der gebürtige Tscheche übernimmt die Aufgabe bis Ende August, wenn die Saison offiziell endet. Anschließend ist die OSV-Führung für eine längerfristige Lösung der Sportdirektion verantwortlich. Maly sagte im APA-Gespräch: „Ich hätte nicht zugesagt, wenn ich es nicht langfristig machen will." Die interimistische Phase gilt zugleich als eine Art Bewährungsprobe vor einer Entscheidung über die Nachfolge.

Der Wechsel erfolgt unter außergewöhnlichen Umständen. Walter Bär, der bisherige Sportdirektor des OSV, war am 17. März im Alter von 56 Jahren unerwartet verstorben. Maly kannte Bär rund 20 Jahre und war zuvor bereits sein offizieller Stellvertreter. In einem Statement begründete er seinen Schritt mit einer klaren Haltung: „Es war die Wahl, ich steige in Walters Fußstapfen oder ich sehe mich in keiner anderen Rolle im OSV."