Das österreichische Fußball-Nationalteam muss im WM-Sechzehntelfinale gegen Spanien am Donnerstagabend (21.00 Uhr MESZ/live ServusTV) in Los Angeles ohne den Außenverteidiger Philipp Mwene auskommen, der sich im Training in Santa Barbara eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zugezogen hat.
Die Verletzung wurde am Mittwoch vom österreichischen Verband (ÖFB) bestätigt. Demnach zog sich der 32-Jährige die Blessur bereits am Dienstag im Training in Santa Barbara zu. Ein ÖFB-Sprecher erklärte: "Keine gravierende Verletzung" – die genauere Diagnose steht jedoch noch aus. Mwene wird damit für die Partie gegen Spanien nicht zur Verfügung stehen.
Während alle anderen 25 Kaderspieler am Mittwochmittag (Ortszeit) das letzte Training in Santa Barbara absolvierten, das zugleich als Abschlusstraining für die Begegnung mit Spanien diente, fehlte Mwene bereits. Der Spieler vom FSV Mainz 05 war zuvor gegen Jordanien (3:1) und Algerien (3:3) als linker Verteidiger in der Startelf gestanden, ehe er im entscheidenden Gruppenspiel gegen Argentinien (0:2) nicht eingesetzt wurde.
Diagnose und Hintergründe
Mit Mwene fällt nach Einschätzung von ORF-Experte Andreas Herzog der Stamm-Linksverteidiger aus: "Der Ausfall ist für Teamchef Rangnick besonders bitter, weil damit unser Stamm-Linksverteidiger ausfällt, auf den das brisante Duell mit Barcelona-Superstar Lamine Yamal gewartet hätte." Herzog ergänzte: "Mwene hätte als linker Außenverteidiger eine Schlüsselposition gegen Spanien gehabt." Herzog sagte zudem: "Jetzt bin ich gespannt, welche Idee Ralf Rangnick hat."
Mit Spannung wird nun erwartet, wie Teamchef Ralf Rangnick die defensive Formation umstellt. Als wahrscheinlichste Lösung gilt, dass Konrad Laimer – wie schon im Spiel gegen Argentinien – auf der Position des linken Verteidigers beginnt. Laimer hatte dort gegen Argentinien (0:2) gespielt und ist laut Rangnick ein "kommender Topstar", auch wenn der Trainer dies zuletzt über einen 18-jährigen Barcelona-Profi sagte.
Reaktionen aus dem ÖFB-Umfeld
Die Partie gegen Spanien ist für Österreich das erste K.-o.-Spiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft seit 1954. Das Team reist damit mit gemischten Gefühlen in das entscheidende Duell: Einerseits ist die historische Bedeutung des Spiels enorm, andererseits fehlt mit Mwene ein erfahrener Mann in der Defensive, der das Team gegen Top-Stürmer wie den spanischen Youngster hätte stabilisieren sollen. Rangnick muss nun auf andere Spieler zurückgreifen oder das System umstellen, um den Ausfall zu kompensieren.
Für Spanien ist das Aufeinandertreffen die erste K.-o.-Hürde auf dem Weg in die weitere Turnierphase. Österreich steht vor einer ähnlichen Aufgabe wie schon in den Gruppenspielen: Mit kompakter Defensive und schnellen Umschaltmomenten soll der favorisierten spanischen Mannschaft Paroli geboten werden.
Ausblick auf das Spiel
Die ÖFB-Auswahl wird am Donnerstagabend in Los Angeles antreten. Ab 21.00 Uhr MESZ überträgt ServusTV die Partie live.
