Mühlberger triumphiert bei der Österreich-Rundfahrt und soll dem Rennen neuen Schwung verleihen
Wien, 13. Juli 2026
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Kurzfassung
Gregor Mühlberger hat die Tour of Austria gewonnen und damit den ersten österreichischen Gesamtsieg seit 13 Jahren gefeiert. Veranstalter Thomas Pupp sieht das Heimspiel in Wien als wichtigen Impuls für die kommenden Auflagen der Rundfahrt.
Gregor Mühlberger hat die Tour of Austria gewonnen und damit den ersten österreichischen Gesamtsieg bei der heimischen Landesrundfahrt seit 13 Jahren errungen; Veranstalter Thomas Pupp sieht den Heimerfolg als Auftrieb für die kommenden Ausgaben des Rennens.
Der Niederösterreicher Gregor Mühlberger entschied die Tour of Austria 2026 für sich und sorgte damit für den ersten österreichischen Gesamtsieg bei der traditionsreichen Landesrundfahrt seit 13 Jahren. Im Gespräch mit der Austria Presse Agentur (APA) zog Veranstalter Thomas Pupp Bilanz und bezeichnete das Abschneiden Mühlbergers als Glücksfall für das Rennen. „Natürlich ist es auch sehr gut gelaufen. Das mit Gregor Mühlberger war ein Jackpot für uns“, sagte Pupp.
Ein Heimsieg als Genugtuung
Mühlberger war nach seiner Nicht-Berücksichtigung für die Tour de France bei der heimischen Rundfahrt an den Start gegangen und hatte in der Vorwoche in Wien als Erster die Ziellinie auf der Ringstraße überquert. „Ich bin sehr stolz, die Trophäe wird einen Ehrenplatz bekommen“, erklärte der Radprofi nach seinem Erfolg. Der Sieg sei eine „große Genugtuung“ angesichts der ausgebliebenen Nominierung für die Frankreich-Rundfahrt, sagte er.
Der langjährige World-Tour-Profi wurde im österreichischen Aufgebot unter anderem von den beiden jungen Fahrern Valentin Hofer und Sebastian Putz unterstützt. Mühlberger lobte deren Leistung ausdrücklich: „Es hat mit den Jungs super funktioniert, sie haben einen gewaltigen Job gemacht.“ Er sieht in Hofer und Putz die Zukunft des heimischen Radsports: „Sie sind unsere Radsportzukunft, wenn es bei mir in hoffentlich erst zehn Jahren vorbei ist.“
Blick auf die Vuelta mit Felix Gall
Mühlberger bereitet sich nach einer einwöchigen Pause auf die nächste große Aufgabe vor: die Vuelta a España. „Ich will nach einer kurzen Pause wieder gut in Form kommen, und dann voller Fokus auf die Vuelta mit Felix Gall“, kündigte er an. Während der Tour of Austria stand er laut den vorliegenden Informationen in ständigem Kontakt mit seinem aktuellen Team Decathlon. Zu einem möglichen Transfer wollte er sich nicht äußern, solange das Transferfenster am 1. August noch nicht geöffnet ist; als mögliches neues Team wird Lidl-Trek gehandelt, das denselben Namenssponsor (den deutschen Lebensmittelhändler Lidl) trägt wie die Österreich-Rundfahrt.
Veranstalter Pupp, der selbst aus Tirol stammt, hatte sich zum Ziel gesetzt, die Rundfahrt wieder zu altem Glanz zu führen. „Unser Ziel, diese Rundfahrt wieder zu altem Glanz zurückzuführen“, formulierte er. Nach der Ausgabe 2026 sieht er dieses Vorhaben weitgehend erreicht: „Wir hoffen, dass unser Ziel, diese Rundfahrt wieder zu altem Glanz zurückzuführen, jetzt mehr oder minder aufgegangen ist.“ „positiv gesinnte, aber kritische Beobachter haben gesagt: ‚Es war heuer noch eine Stufe höher als letztes Jahr‘“, ergänzte Pupp.
Rückhalt bei Sponsoren und Fans
Die Stimmung in der Rennwoche beschrieb Pupp als ausgesprochen wohlwollend. „Wir haben in dieser Woche sehr viel Zuspruch gespürt“, sagte er. Auch die Sponsoren zeigten sich seiner Einschätzung nach zufrieden: „Ich denke, dass auch unsere Sponsoren sehr zufrieden sind.“ Die TV-Übertragung habe zudem gute Tourismuswerbung für Österreich geliefert, bilanzierte Pupp im APA-Gespräch.
Pupp sieht im Wiener Finale einen würdigen Rahmen für die Rundfahrt. „Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber man hat gesehen, wie gut es hier funktioniert, es ist das würdigste Finale für die Rundfahrt“, sagte er mit Blick auf die Frage, ob künftig jedes Jahr in Wien Schluss sein könnte. Zugleich deutete er andere Streckenführungen in der Bundeshauptstadt an: „andere Möglichkeiten abseits des Rings“ seien denkbar. Für die kommenden Auflagen sprach er sich dafür aus, dass das Wiener Finale wieder eine komplette Runde über die Ringstraße umfassen solle.
Wien als würdiger Final-Schauplatz
Zugleich räumte Pupp ein, dass der organisatorische Aufwand eines alljährlichen Wien-Finales enorm wäre. Daher brachte er einen Zweijahresrhythmus ins Spiel: „Es wäre schön, im Zweijahresrhythmus in Wien aufzuschlagen.“ In Wien war Mühlberger nach seinem Gesamtsieg von zahlreichen Fans gefeiert worden – ein Empfang, der die Stimmung im heimischen Radsport zusätzlich beflügeln dürfte.
Pupp betonte zudem, dass es wichtig sei, die Emotionen der Rennwoche in positive Energie zu verwandeln. „Es ist schon notwendig, dass man aus diesen Emotionen und der sehr energiegeladenen Situation etwas macht“, sagte er. Mit Mühlbergers Triumph, der starken Nachwuchsarbeit und dem Wiener Finale verfüge die Tour of Austria über mehrere Bausteine, um an die erfolgreiche Auflage 2026 anzuknüpfen.
Für Mühlberger selbst geht der Blick nach der kurzen Pause rasch nach vorne. Die Vuelta a España bildet gemeinsam mit Landsmann Felix Gall das nächste große Etappenziel. Dass er ausgerechnet nach der Enttäuschung um die Tour de France mit einem Heimsieg in Österreich ein Ausrufezeichen setzen konnte, wertet der Niederösterreicher als persönliche Genugtuung – und als Bestätigung, dass er auch auf World-Tour-Niveau weiterhin eine feste Größe ist.
Perspektive: Wege in die Zukunft
Mit Blick auf den Kader rund um Mühlberger unterstrich Pupp, dass die Mischung aus erfahrenen Profis und jungen Talenten dem Rennen Profil verleiht. Hofer und Putz hätten in der entscheidenden Phase Großes geleistet und seien ein Signal dafür, dass die heimische Entwicklung im Radsport Früchte trägt. Mühlbergers Ankündigung, seine Erfahrung gezielt an die junge Generation weitergeben zu wollen, unterstreicht diese Einschätzung.
Die Organisatoren sehen sich durch den Verlauf der heurigen Auflage in ihrer Ausrichtung bestätigt. Der Schritt von einer reinen Sportveranstaltung hin zu einem tourismuswirksamen Großereignis mit Wiener Schlussboulevard sei gelungen, hieß es. Pupp will den eingeschlagenen Weg in den kommenden Jahren konsequent weiterverfolgen und dabei vor allem die mediale Reichweite der TV-Übertragungen nutzen.
Insgesamt zeichnet sich nach der Tour of Austria 2026 das Bild einer Rundfahrt, die sportlich wie organisatorisch an Bedeutung gewonnen hat. Der erste österreichische Gesamtsieg seit 13 Jahren, die starke Leistung der jungen Helfer, der würdevolle Rahmen in Wien und der anhaltende Zuspruch von Sponsoren und Publikum sind die Bausteine, auf die Pupp für die kommenden Auflagen setzt.
Mühlberger selbst plant, nach der Pause mit voller Konzentration in die Vuelta-Phase zu starten. Der Heimsieg soll dafür sorgen, dass die Tour of Austria mit Rückenwind in die nächsten Ausgaben geht – und dass die kommenden Wien-Finales in einem Zweijahresrhythmus erneut zu einem Treffpunkt der heimischen Radsportfans werden.
Fragen & Antworten
Wer ist Gregor Mühlberger?
Gregor Mühlberger ist ein Radprofi aus Niederösterreich und langjähriger World-Tour-Fahrer, der die Tour of Austria 2026 gewann und damit den ersten österreichischen Gesamtsieg seit 13 Jahren feierte.
Welche Rolle spielt Thomas Pupp bei der Tour of Austria?
Thomas Pupp ist als Veranstalter in die Organisation der Tour of Austria eingebunden, stammt aus Tirol und verfolgt das Ziel, die Rundfahrt wieder zu altem Glanz zu führen.
Wie geht es für Mühlberger nach dem Heimsieg weiter?
Mühlberger plant nach einer einwöchigen Pause die Vuelta a España, die er mit dem österreichischen Landsmann Felix Gall bestreiten will.
Mühlberger Ö-Tour-Sieg: Erster österreichischer Gesamtsieg | sportnachrichten