Der französische Triathlet Sam Laidlow hat am Sonntag das Rennen der Männer bei der Challenge Roth in Mittelfranken gewonnen und mit 7:21:04 Stunden einen neuen Weltrekord über die Langdistanz aufgestellt.

Der 27-Jährige benötigte für die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den abschließenden Marathon über 42,195 Kilometer insgesamt 7:21:04 Stunden und unterbot damit die bisherige Bestmarke des Norwegers Kristian Blummenfelt vom Ironman Texas im April um 20 Sekunden.

Blummenfelt, der bei seinem ersten Start in Roth als Favorit gegolten hatte, kämpfte sich nach einer Aufholjagd noch auf den zweiten Platz und erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 5:20 Minuten.

Laidlow, der als Titelverteidiger in das Rennen gegangen war, bestätigte damit seine Ausnahmestellung im Langdistanz-Triathlon.

Bogens starke Premiere

Nach den beiden ersten Disziplinen, dem Schwimmen und dem Radfahren, hatte noch der Leipziger Rico Bogen das Feld der Männer angeführt, ehe er auf der Laufstrecke überholt wurde.

Der 25-jährige Bogen, der in Roth sein Debüt auf der Langstrecke gab, beeindruckte mit Platz drei und benötigte 7:27:53 Stunden.

Im Ziel lag er 6:49 Minuten hinter Laidlow, hatte sich aber gegen die starke internationale Konkurrenz behauptet.

Bogen zeigte sich nach dem Rennen überglücklich und sagte dem Bayerischen Rundfunk: „Ich hätte es mir vorher nicht vorstellen können, hier bei dem starken Starterfeld, aber es war einfach ein super Tag. Ich habe alles riskiert." Über das Rennerlebnis in Franken ergänzte er: „Beim Rennen denkt man, man macht das nie wieder, aber Roth ist schon extrem geil."

Frauenrennen und Schweizer Sieg

Bei den Frauen gewann die Schweizerin Alanis Siffert in 8:09:09 Stunden, die favorisierte Britin Lucy Charles-Barclay kam mit einem Rückstand von 7:32 Minuten auf Platz zwei.

Ein besonderes Wochenende erlebte die Familie Bogen: Bogen wurde Dritter bei den Männern.

Doppelter Erfolg für Familie Bogen

Seine zwei Jahre ältere Schwester Bianca Bogen entschied am selben Tag die Ironman-70.3-Europameisterschaft in Jönköping, Schweden, in 4:06:51 Stunden für sich.

Dort verwies sie die Französin Marjolaine Pierre, die 37 Sekunden zurücklag, und die Dänin Anastacia Damm Nielsen, die mit 3:20 Minuten Rückstand Dritte wurde, auf die Plätze.

Die Ironman-70.3-Distanz besteht aus 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21,1 Kilometern Laufen.

Caroline Pohle aus Leipzig, die im Radabschnitt geführt hatte, wurde beim Marathon überholt und belegte bei den Frauen in Roth in 8:13:18 Stunden den fünften Platz – es war ihr Debüt auf der Langdistanz.

Die Challenge Roth ist eines der traditionsreichsten Langdistanzrennen im Triathlon und zieht alljährlich Spitzensportler aus aller Welt in den fränkischen Ort.

Mit dem neuen Weltrekord von Laidlow und den starken deutschen Platzierungen erhielt das Rennen 2026 sportlich besonderen Glanz.