Kolumbien Achtelfinale WM 2026: 1:0 gegen Ghana | sportnachrichten
Kolumbien zieht als letztes Team ins Achtelfinale ein und trifft auf die Schweiz
Kansas City, 4. Juli 2026
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Kurzfassung
Kolumbien hat durch ein 1:0 (1:0) gegen Ghana das letzte Ticket für das Achtelfinale der Fußball-WM 2026 in Nordamerika gelöst. Vor 69.045 Zuschauern in Kansas City erzielte Jhon Arias in der 14. Minute den entscheidenden Treffer. In der Runde der besten 16 wartet am Dienstag in Vancouver die Schweiz.
Kolumbien hat am Freitag in Kansas City durch ein 1:0 (1:0) gegen Ghana das letzte Achtelfinal-Ticket der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika gelöst und trifft am Dienstag (22:00 Uhr MESZ) in Vancouver auf die Schweiz.
Spielverlauf und Tore
Vor 69.045 Zuschauern im Stadion der Kansas City Chiefs, das von rund 50.000 mitgereisten kolumbianischen Anhängern geprägt war, entschied Jhon Arias die Partie in der 14. Minute mit einem platzierten Volley. „Nach einer Flanke von Luis Suarez war Arias mit einem gut gesetzten Volley zur Stelle“, beschrieb der Spielbericht die Szene. „Weil Luis Díaz zwei Verteidiger bindet, steht Jhon Arias völlig frei und schiebt zum verdienten 1:0 ein (14.).“ Luis Suárez, der bereits in der achten Minute für den verletzten Jhon Córdoba (Leistenproblem) eingewechselt worden war, hatte sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durchgetankt und den Ball perfekt an den langen Pfosten geflankt.
Das Spiel in der Sechzehntelfinalrunde begann für die Kolumbianer mit einem Schockmoment: Stürmer Jhon Córdoba, ehemaliger Bundesliga-Profi von Mainz 05, dem 1. FC Köln und Hertha BSC, verletzte sich in der achten Minute und musste ausgewechselt werden. Auch auf der Gegenseite musste Ghana früh wechseln: Marvin Senaya zog sich in der 13. Minute eine Muskelverletzung zu und wurde durch Alidu Seidu ersetzt, der seinerseits später selbst verletzt ausgewechselt werden musste.
Die erste Großchance der Partie gehörte jedoch Ghana: Thomas Partey setzte bereits nach 50 Sekunden einen satten Distanzschuss aus rund 30 Metern knapp neben das Tor. „Thomas Partey jagt den Ball bereits nach zwei Minuten aus der Distanz knapp am Tor vorbei“, hieß es im Bericht. Es blieb die auffälligste Offensivaktion der Westafrikaner im gesamten Spiel.
Vergebene Chancen und Ati Zigis Glanzparaden
Im Anschluss übernahm Kolumbien klar die Kontrolle und erspielte sich eine Vielzahl hochkarätiger Möglichkeiten. In der 20. Minute probierte es Luis Díaz, der Spieler von Bayern München, per Fernschuss. In der 38. und 39. Minute scheiterte Díaz erneut – einmal schoss er im Sechzehntelfeld am kurzen Eck vorbei, wenig später wurde ein Treffer von Díaz wegen Abseits aberkannt (56.). „Diaz 80./Davinson Sanchez 82./Juan Fernando Quintero 84./Diaz 87.“ listete der Spielbericht die weiteren vergebenen Chancen auf. Zudem traf Gustavo Puerta in der 55. Minute mit einem starken Distanzschuss nur den Torhüter, und Juan Fernando Quintero jagte den Ball in der 84. Minute aus der Ferne knapp am Tor vorbei. „Einziges Problem ist bislang die schwache Chancenverwertung“, bilanzierte der Spielbericht.
Kurz vor der Pause verhinderte Ghanas Torhüter Lawrence Ati Zigi mit einer Glanzparade gegen Johan Mojica sogar das mögliche 0:2. „Kurz vor der Pause verhindert der ghanaische Keeper mit einer Glanzparade gegen Mojica sogar das mögliche 0:2“, schrieb die Agentur. Auch in der zweiten Hälfte bewahrte Ati Zigi sein Team vor einem höheren Rückstand: In der 81. Minute parierte er einen Kopfball von Davinson Sánchez nach einem Eckball. „Bei einem Kopfball von Davinson Sanchez nach einem Corner war Ati Zigi zur Stelle (81.)“. In der 58. Minute scheiterte zudem Díaz frei stehend am ghanaischen Schlussmann.
Historische Bedeutung für Kolumbien
Statistisch war die Überlegenheit Kolumbiens erdrückend: Ghana kam im gesamten Spiel auf keinen einzigen Schuss aufs Tor. Die Südamerikaner hingegen verzeichneten zahlreiche Abschlüsse, ließen aber viele gute bis sehr gute Möglichkeiten ungenutzt. Gelbe Karten erhielten auf kolumbianischer Seite J. Arias und Rios, auf ghanaischer Seite Yirenkyi, Fatawu und Seidu. Schiedsrichter war Turpin aus Frankreich.
Ghanas Turnieraus und afrikanische Bilanz
Das Ergebnis hatte zugleich historische Bedeutung: Für Kolumbien war es erst der dritte K.-o.-Sieg bei einer WM-Endrunde überhaupt. „ihren insgesamt zweiten K.-o.-Sieg bei einer WM-Endrunde – zuvor war ihnen das 2014 in Brasilien gelungen“ – bezieht sich auf den vorherigen Erfolg gegen Uruguay 2014. Mit dem 1:0 gegen Ghana zogen die Cafeteros erstmals seit 2014 wieder in eine WM-Viertelfinalrunde ein; damals waren sie im Viertelfinale an Gastgeber Brasilien (0:2) gescheitert. Zudem ist es die vierte Achtelfinal-Teilnahme Kolumbiens bei einer WM überhaupt. Kolumbien hatte die Gruppe als Erster abgeschlossen, unter anderem nach einem 0:0 im letzten Vorrundenspiel gegen Portugal mit Cristiano Ronaldo, und gilt nach den bisherigen Auftritten weiter als „Geheimfavorit auf den WM-Titel“ (Wortlaut des Berichts).
Auf der Gegenseite endete für Ghana ein historisches Turnier dennoch enttäuschend. Die Mannschaft von Trainer Carlos Queiroz, der von Februar 2019 bis Dezember 2020 selbst die kolumbianische Nationalelf betreut hatte und als 73-Jähriger an seiner fünften Weltmeisterschaft als Trainer teilnimmt, hatte erstmals seit 16 Jahren wieder die K.-o.-Runde einer WM erreicht. Damals, 2010 in Südafrika, war Ghana sogar bis ins Viertelfinale vorgedrungen. In der Gruppenphase hatten die Westafrikaner unter anderem England mit 0:0 in Schach gehalten und „eine defensive Glanzleistung“ geboten, waren aber im entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen Kroatien mit 1:2 ausgeschieden. „Es waren die ersten Gegentore für die Westafrikaner im Turnier“, hieß es. Vor dem Spiel hatte Ghana den früheren Bundesliga-Profi Otto Addo im März als Trainer freigestellt.
Ausblick auf das Achtelfinale gegen die Schweiz
Mit dem Ausscheiden Ghanas verändert sich auch die afrikanische Bilanz des Turniers. Von zehn CAF-Teilnehmern hatten neun das Sechzehntelfinale erreicht. Nach dem Ausscheiden Ghanas „befinden sich mit Marokko und Ägypten nur noch zwei afrikanische Mannschaften im Turnier“. Marokko und Ägypten hatten sich durch Siege gegen die Niederlande beziehungsweise Australien für das Achtelfinale qualifiziert. In der Runde der letzten 16 mussten am Ende sieben afrikanische Mannschaften die Heimreise antreten. Die Schweiz, die im Achtelfinale Kolumbiens Gegner sein wird, hatte sich zuvor mit 2:0 gegen Algerien durchgesetzt.
Trainer Néstor Lorenzo, der die kolumbianische Mannschaft 2024 als Finalist der Copa América ins Finale geführt hatte, zeigte sich nach dem Spiel zufrieden. „Unser Team hat gelernt, mit der Rolle und der Verantwortung umzugehen“, sagte er. Und weiter: „Es ist schön, dass wir von einigen als Mitfavorit gesehen werden. Aber das musst du auf dem Platz zeigen.“ Kolumbien bleibt damit auch im vierten WM-Spiel unbesiegt und reist mit Selbstvertrauen nach Vancouver, wo am Dienstagabend (Ortszeit) das Achtelfinale gegen die Schweiz ansteht.
In der sechsminütigen Nachspielzeit verteidigte Kolumbien den knappen Vorsprung „souverän“, wie der Spielbericht festhielt. Die kolumbianischen Fans unter den 69.045 Zuschauern feierten den Einzug ins Achtelfinale ausgelassen. Der Bericht sprach von einem „verdienten 1:0-Erfolg gegen Ghana“ vor 67.000 beziehungsweise 69.045 Zuschauern.
Fragen & Antworten
Wer hat das entscheidende Tor für Kolumbien gegen Ghana erzielt?
Jhon Arias erzielte in der 14. Minute das einzige Tor des Spiels. Nach einer Flanke des eingewechselten Luis Suárez traf er per Volley ins Netz.
Gegen wen spielt Kolumbien im Achtelfinale der WM 2026?
Kolumbien trifft am Dienstag um 22:00 Uhr (MESZ) in Vancouver auf die Schweiz, die sich zuvor mit 2:0 gegen Algerien durchgesetzt hatte.
Warum war das Spiel historisch für Ghana?
Ghana stand erstmals seit 16 Jahren wieder in der K.-o.-Runde einer WM, schied dort jedoch gegen Kolumbien aus. Damals 2010 in Südafrika hatte Ghana sogar das Viertelfinale erreicht.