Frankreichs Fußball-Nationalmannschaft bestreitet das WM-Achtelfinale gegen Paraguay ohne den 26-jährigen Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni, der wegen einer Oberschenkelverletzung nicht zur Verfügung steht.
Tchouaméni laboriert nach Angaben der französischen Sportzeitungen RMC und L'Equipe an einer Blessur im Oberschenkel. Wie RMC Sport berichtete, hatte der Real-Madrid-Profi bereits im letzten Training vor der Partie muskuläre Beschwerden verspürt und die Einheit vorzeitig beenden müssen. "Danach laboriert der Mittelfeldspieler von Real Madrid an einer Oberschenkelblessur, hieß es bei RMC und 'L'Equipe'", schrieb die Zeitung weiter.
Die medizinische Abteilung der Équipe Tricolore strich den Vize-Kapitän daraufhin aus dem Kader für das K.o.-Spiel. Der Coach Didier Deschamps muss seine Stammformation daher umbauen. Erste Prognosen gehen davon aus, dass Tchouaméni nur wenige Tage ausfallen wird – sollte Frankreich Paraguay schlagen, könnte er im Viertelfinde wieder zur Verfügung stehen.
Verletzungsdiagnose und erste Prognose
In der Gruppenphase hatte Tchouaméni bis auf die Partie gegen den Irak, in der er geschont wurde, jede Begegnung über die volle Distanz bestritten. Insgesamt stand er in drei der vier bisherigen WM-Spiele in der Startelf. Gegen den Irak war er bereits von Manu Koné ersetzt worden.
Der 25-jährige Koné, der bei AS Roma unter Vertrag steht, rückt nun erwartungsgemäß in die erste Elf. Er soll gemeinsam mit Adrien Rabiot die Zentrale bilden. Koné hat sich bei der Roma in dieser Saison als zuverlässiger Mittelfeldakteur etabliert und gilt als einer der Hoffnungsträger der jungen französischen Generation.
Manu Koné rückt in die Startelf
Frankreich, amtierender Weltmeister, geht trotz des Ausfalls als Favorit in die Partie. Trainer Didier Deschamps verfügt über einen breiten Kader und kann auf erfahrene Kräfte wie Rabiot zurückgreifen. Als wichtigster Torgarant gilt Kylian Mbappé, der die Mannschaft in die nächste Runde führen soll.
Auf der Gegenseite wartet mit Paraguay ein unangenehmer Gegner. Die Südamerikaner hatten in der Gruppenphase für eine Überraschung gesorgt, als sie Deutschland aus dem Turnier warfen. Die "Deutschland-Bezwinger", wie die paraguayische Auswahl in Medienberichten genannt wird, reist mit dem Selbstvertrauen eines Sensationssiegers nach Philadelphia.
Paraguay als unbequemer Außenseiter
In der Gruppenphase hatte Frankreich zuletzt einen souveränen 3:0-Erfolg gegen den Irak gefeiert und damit das Ticket für das Achtelfinale gebucht. Der Ausfall von Tchouaméni trübt die Stimmung im Lager des Titelverteidigers nur leicht – zuversichtlich blickt das Team auf das Duell mit dem Außenseiter.
In den Reihen der Franzosen wird betont, dass die Mannschaft trotz personeller Umstellungen über die Qualität verfüge, um die Hürde Paraguay zu nehmen. Auch ohne ihren Vize-Kapitän im zentralen Mittelfeld soll die Defensivarbeit stabil bleiben und gleichzeitig die Offensive um Mbappé nicht an Durchschlagskraft verlieren.
Das Achtelfinale wird am Samstag in Philadelphia ausgetragen. Anpfiff ist am späten Abend europäischer Zeit. Die französische Öffentlichkeit und die Sportpresse begleiten die Partie mit großer Aufmerksamkeit, zumal ein Ausscheiden des Weltmeisters gegen den Außenseiter aus Südamerika als Sensation gelten würde.
