Frankfurt am Main, 28 Juli 2026

Der Fußball-Weltverband FIFA plant nach Berichten der Zeitungen „Times" und „Financial Times" ein milliardenschweres Tochterunternehmen, das künftige Einnahmen aus den Fußball-Weltmeisterschaften bündeln und teilweise an private Investoren verkaufen soll, was bei der Uefa auf scharfe Kritik stößt.

Das Vorhaben trägt nach Angaben der „Financial Times" den Arbeitstitel „FIFA Forward Enterprises" (FFE) und soll die nächsten Einnahmen aus den Weltmeisterschaften der Männer und Frauen in eine eigenständige Gesellschaft einbringen. Diese Gesellschaft solle in diesem Jahr 4,2 Milliarden US-Dollar einbringen, um das FIFA-Entwicklungsprogramm „Forward" zu finanzieren, wie der Weltverband mitteilte.

Mit dem Geld sollen die Zahlungen an die 211 Mitgliedsverbände, zu denen auch der Deutsche Fußball-Bund gehört, mehr als verdoppelt werden. Die FIFA plant zudem, dass alle 211 Mitgliedsverbände kleinere Anteile an dem Unternehmen erhalten, die sie entweder behalten oder weiterverkaufen könnten. Der Gesamtwert der neuen Gesellschaft wird laut den Berichten zunächst auf rund 20 Milliarden Dollar taxiert.