Am Sonntag starten in Las Vegas erstmals die „Enhanced Games“, eine privat finanzierte Sportveranstaltung, bei der leistungssteigernde Substanzen nicht nur erlaubt, sondern erwünscht sind.

Die eigens für das Event errichtete Arena im Resort „World“ fasst 2.500 Zuschauer, 900 davon in VIP-Logen. Bauarbeiter zogen den Komplex in nur vier Wochen hoch, die Kosten betrugen 50 Millionen Dollar. Über 40 Athleten aus aller Welt treten in den Disziplinen Schwimmen, Leichtathletik und Gewichtheben an. Geplant sind unter anderem 50-Meter- und 100-Meter-Freistil- und Schmetterlingsrennen, ein 100-Meter-Sprint, 100-Meter- und 110-Meter-Hürdenläufe sowie ein „Strongman“-Deadlift-Duell.

Die Grundannahme der Veranstalter ist ebenso einfach wie umstritten: Sauberen Spitzensport gebe es ohnehin nicht – ausgeglichene Verhältnisse könne man daher nur gewährleisten, wenn man leistungssteigernde Mittel für alle erlaube. Aron D’Souza, der Gründer der Enhanced Games, hat das mehrfach so erklärt. Er spricht von einem Event, bei dem „Spitzensportler die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit ausloten“ sollen.