Im Streit um die neue Athletenvereinbarung der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) haben sich Verband, Athleten und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nach einem Krisengipfel in Berlin auf ein Moratorium verständigt, das die umstrittenen Regelungen bis zur Entscheidung über die künftige Stützpunktstruktur aussetzt.

Die Auseinandersetzung zwischen der DESG-Spitze und den Eisschnellläufern aus dem Bundesstützpunkt Erfurt war in den vergangenen Tagen eskaliert. Neun Athletinnen und Athleten hatten in einem Beitrag der ARD-Sportschau Kritik an der Verbandsführung geübt. Der Olympia-Teilnehmer Felix Maly sagte, man vertrete den Verband bei Olympia, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften erfolgreich, fühle sich aber wie Leibeigene. Er habe auf eine Einigung gehofft, sei aber fassungslos, dass der Verband die Situation so eskalieren lasse. Zudem warf er dem Verband vor, an den Athleten ein Exempel zu statuieren.