Der Kitesurf-Olympiasieger Valentin Bontus aus Niederösterreich ist mit einem 23. Platz in den ersten Wettkampftag der Olympic Classes Regatta vor Long Beach gestartet, dem ersten großen Kräftemessen auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles.
Die Olympic Classes Regatta vor Long Beach gilt als zentraler Olympia-Test für die Sommerspiele 2028 und wird von vielen der besten Segel- und Kitesurf-Nationen als Standortbestimmung genutzt. Für Bontus, der in Paris 2024 olympisches Gold im Kitesurfen holte, ist die Regatta Teil seiner Mission "Gold 2.0" mit Blick auf Los Angeles. Der Auftakt verlief allerdings nicht nach Wunsch: Nach den ersten drei Rennen steht der Österreicher nur auf Rang 23.
Im Eröffnungslauf war Bontus noch auf dem großen Kite unterwegs und konnte nach eigenen Angaben eine solide Leistung abliefern. "Das erste Rennen bin ich noch auf dem großen Kite gefahren und da konnte ich auch recht gut abliefern", wird der Athlet zitiert. Danach allerdings häuften sich die Probleme: "Wir hatten massive Materialprobleme, damit kämpften fast alle Athleten."
Materialprobleme und Wind als Hauptursachen
Mit zunehmender Windstärke verschärfte sich die Lage für Bontus. "Dann hat die Windstärke extrem zugenommen und ich hatte Probleme, weil der Kite immer wieder kollabierte", erklärte er nach dem Wettkampftag. Die Platzierungen 3, 14 und 25 in den drei Auftaktrennen spiegeln den schwierigen Tag wider, an dem nicht nur er, sondern ein Großteil des Feldes mit dem Material zu kämpfen hatte.
In der Gesamtwertung der Regatta gehen nur die besten zehn Athleten in die abschließende Medal Series, in der die Medaillen vergeben werden. Bontus liegt damit nach dem ersten von mehreren Wettkampftagen deutlich außerhalb des Qualifikationsbereichs. Insgesamt stehen in der Qualifikation noch elf Rennen aus, sechs davon sind für Dienstag angesetzt – ein dichtes Programm also, um Boden gutzumachen.