Bad Vöslau: Erster HLA-Titel nach Final-Krimi gegen | sportnachrichten
Bad Vöslau fixiert ersten HLA-Meistertitel der Vereinsgeschichte
Wien, 03 Juni 2026
AI-generated image (flux-2/pro-text-to-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Bad Vöslau hat am Samstagabend mit einem 32:31-Sieg im zweiten Finalspiel gegen HC Fivers WAT Margareten vorzeitig den ersten HLA-Meistertitel der Vereinsgeschichte fixiert. Eduardo Mendonca entschied die Partie zwei Sekunden vor dem Ende.
Wien, 03 Juni 2026
Bad Vöslau hat am Samstagabend durch einen 32:31-Sieg im zweiten Finalspiel der Best-of-three-Serie gegen HC Fivers WAT Margareten den ersten Meistertitel in der Handball Liga Austria (HLA) gewonnen.
Hintergrund: Der Weg ins Finale
Der niederösterreichische Club roomz JAGS Bad Vöslau krönte am Samstagabend eine historische Saison mit dem Titelgewinn. Nach dem 35:33-Erfolg im ersten Aufeinandertreffen der Finalserie entschieden die Niederösterreicher auch die zweite Partie in der Wiener Heimstätte der Fivers Margareten knapp für sich. Das Team von Headcoach Sebastia Salvat setzte sich mit 32:31 (15:14) durch und machte den ersten HLA-Meistertitel der Vereinsgeschichte bereits vor dem entscheidenden dritten Spiel perfekt.
Die Vöslauer lagen über weite Strecken der Partie in Führung und gingen mit einer knappen 15:14-Pausenführung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel schafften die Gastgeber aus Wien beim Stand von 19:19 erstmals wieder den Ausgleich, gerieten aber rund eine Viertelstunde vor dem Ende mit 21:25 in Rückstand. Die Wiener kämpften sich nochmals bis auf ein Tor heran, doch die Niederösterreicher stellten abermals auf 29:26.
Der Spielverlauf
In der dramatischen Schlussphase schlug die Stunde von Torhüter Florian Kaiper. Eine glänzende Parade des Schlussmanns verhinderte bei der 30:29-Führung der Gäste den erneuten Ausgleich. In Überzahl gelang den Fivers zwar noch das 30:30, doch Eduardo Mendonca brachte Bad Vöslau mit einem Siebenmeter in der Schlussminute mit 31:30 in Front. Elf Sekunden vor dem Ende glich Matthias Rattensperger für die Fivers noch zum 31:31 aus, ehe Mendonca zwei Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem neunten Treffer im Spiel den entscheidenden 32:31-Endstand herstellte.
Für Bad Vöslau war der Finalsieg zugleich der 14. Ligasieg in Folge. Bereits im Grunddurchgang hatte die Mannschaft den ersten Platz belegt und in das Finale einziehen können, das sie erstmals in der Clubhistorie erreichte. Fünf Jahre nach dem Aufstieg in die Handball Liga Austria ist den JAGS damit der größte Erfolg der Vereinsgeschichte gelungen.
Florian Kaiper als Schlüsselfigur
Florian Kaiper avancierte im zweiten Finalspiel zur Schlüsselfigur und gab nach dem Spiel im ORF-Fernsehinterview Einblick in die Gefühlslage. Der Torhüter feierte seinen dritten Meistertitel mit dem jeweils dritten Verein, nachdem er 2023 mit Westwien und 2024 mit Linz Champion geworden war. Erst im Jänner war der Schlussmann zu Bad Vöslau gewechselt und hatte sich in der Finalserie als dominierender Spieler erwiesen.
Sein Teamkollege Fabian Schartel beendete am Tag des Finales seine aktive Karriere. Schartel sprach nach dem Titelgewinn im ORF-Interview von überwältigenden Emotionen und zeigte sich tief bewegt darüber, dass der größte Erfolg ausgerechnet am letzten Spiel seiner Laufbahn gelang.
Reaktionen nach dem Spiel
Auf Seiten der Fivers Margareten, die in ihrer Vereinshistorie bereits vier HLA-Meisterschaften gewonnen haben, herrschte nach der knappen Niederlage Enttäuschung. Trainer Peter Eckl gratulierte dem Gegner und hob die Leistung Kaiper-Tormann besonders hervor.
Mit dem Gewinn der Meisterschaft schrieb Bad Vöslau nicht nur Vereinsgeschichte, sondern setzte auch in der HLA-Gesamtbilanz ein Ausrufezeichen. Die JAGS hatten in der abgelaufenen Saison nicht nur den Grunddurchgang dominiert, sondern im Finale auch gegen den vierfachen Meister aus Wien die Oberhand behalten. Die Mannschaft bewies in den entscheidenden Phasen Nervenstärke und ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen.
Die Partie wurde live auf ORF Sport + übertragen und bot den Zuschauern ein hochklassiges und dramatisches Finale. Dass das Spiel letztlich erst zwei Sekunden vor dem Ende entschieden wurde, unterstreicht die Ausgeglichenheit beider Teams und den Wert des hart umkämpften Titels.
Statistik und direkte Duelle
Für den Headcoach der Vöslauer, Sebastia Salvat, war es der bisher größte Erfolg in seiner Trainerkarriere. Der Coach hatte die Mannschaft in dieser Saison zu konstanten Leistungen geführt und taktisch auf den entscheidenden Punkt eingestellt. Seine emotionalen Worte nach dem Spiel machten die Bedeutung dieses Moments für den gesamten Verein deutlich.
In der Statistik der direkten Duelle zwischen den beiden Clubs bleibt Bad Vöslau damit auf der Siegerstraße. Auch in den zwölf bisherigen Aufeinandertreffen hatten die Fivers zwar acht Siege verbucht, doch in der entscheidenden Phase der laufenden Saison setzten sich die JAGS in beiden Finalspielen knapp durch. Zwei dieser Duelle endeten unentschieden, was die Ausgeglichenheit der Rivalität unterstreicht.
Die Euphorie im Lager des niederösterreichischen Vereins ist nach dem historischen Titelgewinn groß. Die Anhänger feierten ihre Mannschaft, die mit dem Aufstieg vor fünf Jahren den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte gelegt hatte. Spieler, Trainer und Funktionäre sprachen von einem historischen Tag für den Verein.
Bedeutung für die HLA
Auch für die Handball Liga Austria selbst ist der Titelgewinn von Bad Vöslau ein positives Signal. Der Wettbewerb bleibt offen für neue Vereine, die mit harter Arbeit und Teamgeist in der Spitze ankommen können. Die Finalserie zwischen Vöslau und den Fivers Margareten hat gezeigt, dass in der HLA packende Dramen möglich sind und jeder Verein eine Chance auf den Titel hat.
Die Fivers Margareten können trotz der Finalniederlage auf eine starke Saison zurückblicken. Mit vier Meistertiteln in der Vereinsgeschichte bleiben sie einer der erfolgreichsten Clubs der Liga, auch wenn der Traum vom fünften Titel in diesem Jahr unerfüllt blieb. Trainer Peter Eckl betonte die harte Arbeit der gesamten Saison und würdigte die Leistung seines Teams.
In den kommenden Wochen wird Bad Vöslau den Titelgewinn gebührend feiern. Der Verein plant eine offizielle Meisterfeier, bei der Spieler, Trainer, Funktionäre und Fans gemeinsam den historischen Erfolg würdigen wollen. Die roomz JAGS haben sich mit diesem Titel in der österreichischen Handball-Geschichte verewigt.
Die Reaktionen in den sozialen Medien und der Sportpresse fielen durchwegs positiv aus. Sportjournalisten und ehemalige Spieler lobten die Leistung beider Mannschaften in einer Finalserie, die dem Handballsport in Österreich neue Aufmerksamkeit verschafft hat. Auch über die Landesgrenzen hinaus wurde über die dramatische Entscheidung berichtet.
Fragen & Antworten
Wer ist Florian Kaiper und warum ist er so wichtig für den Titel?
Florian Kaiper ist der Torhüter von Bad Vöslau, der im Jänner zum Verein kam und mit einer Parade bei 30:29 den entscheidenden Moment der Finalserie prägte. Er feierte seinen dritten Meistertitel mit dem jeweils dritten Verein nach Westwien 2023 und Linz 2024.
Wie hat Bad Vöslau das zweite Finalspiel gegen die Fivers Margareten gewonnen?
Bad Vöslau gewann das zweite Finalspiel in Wien mit 32:31 und entschied die Partie durch einen Treffer von Eduardo Mendonca zwei Sekunden vor dem Ende, nachdem Matthias Rattensperger elf Sekunden zuvor noch zum 31:31 ausgeglichen hatte.
Was bedeutet dieser Titel für den Verein Bad Vöslau?
Der Titel ist der erste HLA-Meistertitel in der Vereinsgeschichte der roomz JAGS Bad Vöslau, erreicht fünf Jahre nach dem Aufstieg in die Handball Liga Austria. Der Verein erreichte erstmals das Finale und gewann den Grunddurchgang.