Der Sieger des WM-Endspiels zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21:00 MESZ) erhält als Prämie 50 Millionen US-Dollar (43,71 Millionen Euro), wie die FIFA mitteilte.

Die FIFA hat die Prämien für die 48 teilnehmenden Verbände der Weltmeisterschaft in den USA insgesamt auf 871 Millionen US-Dollar erhöht. Der Titelgewinn bringt dem Sieger des Endspiels damit deutlich mehr Geld als noch bei früheren Turnieren. Der unterlegene Finalist erhält nach Angaben des Weltverbands noch 33 Millionen US-Dollar.

England, das sich den dritten Platz sicherte, bekommt 29 Millionen US-Dollar überwiesen. Die Leistungsprämien stiegen dabei „je nach Erfolg in der K.-o.-Runde", wie die FIFA erläuterte. Damit folgt die Verteilung dem üblichen Schema, bei dem das Weiterkommen in jeder Runde mit einer höheren Auszahlung honoriert wird.

Prämienstruktur und Verteilung

Argentinien war bereits bei der WM 2022 in Katar als Weltmeister mit 42 Millionen US-Dollar bedacht worden. Der nunmehr auf 50 Millionen US-Dollar gestiegene Siegerscheck markiert eine spürbare Anhebung gegenüber dem bisherigen Rekordwert. Für die „Albiceleste" wäre es nach 2022 der zweite Titel in Folge.

Spanien spielt nach mehreren Anläufen wieder in einem WM-Endspiel und tritt am Sonntagabend gegen Argentinien an. Übertragen wird die Partie ab 21:00 Uhr MESZ im ZDF und bei MagentaTV.

Kritik und Reaktion der FIFA

Vor dem Turnier hatte es bei mehreren Verbänden „Unmut angesichts der hohen Kosten, schwankender Wechselkurse und der Steuergesetze in den USA" gegeben. Die FIFA reagierte auf die Kritik und stockte die Gesamtausschüttung „vor allem über höhere Start- und Vorbereitungspauschalen" auf.

DFB im Vergleich zu 2014

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhielt für das Ausscheiden im Sechzehntelfinale elf Millionen US-Dollar. Das ist „deutlich weniger als noch für den WM-Sieg 2014", als die deutsche Mannschaft 35 Millionen US-Dollar kassiert hatte. Der Unterschied macht die gewachsene Schere zwischen Sieg- und Teilnahmeprämien besonders deutlich.

Ausblick auf das Finale

Mit der Anhebung der Gesamtverteilung reagiert der Weltverband auch auf den zunehmenden finanziellen Druck, den Verbände und Spieler im Vorfeld geäußert hatten. Höhere Vorbereitungspauschalen sollen kleinere Nationen entlasten und sicherstellen, dass die Teilnahme an einer WM in Nordamerika nicht an logistischen Hürden scheitert.

Das Finale am Sonntagabend entscheidet zugleich darüber, ob Argentinien als Titelverteidiger mit einer Rekordprämie nach Hause geht oder ob Spanien nach langer Wartezeit den Pokal und die höchste Auszahlung erhält. Für beide Verbände geht es nicht nur um sportischen Ruhm, sondern auch um eine spürbare Stärkung ihres jeweiligen Verbandsetats.