Argentinien trifft im WM-Finale auf Spanien: Messi gegen Yamal in East Rutherford
East Rutherford, 19. Juli 2026
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Kurzfassung
Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stehen sich am Sonntag in East Rutherford Argentinien und Spanien gegenüber. Titelverteidiger Argentinien trifft auf den amtierenden Europameister Spanien – das Duell gilt auch als Aufeinandertreffen der Superstars Lionel Messi und Lamine Yamal.
Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 trifft Titelverteidiger Argentinien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, auf den amtierenden Europameister Spanien.
Es ist das 104. und letzte Spiel des erweiterten WM-Turniers, und die Ausgangslage könnte kaum reizvoller sein. Argentinien geht als Titelverteidiger in die Partie, Spanien als frisch gebackener Europameister. Beide Mannschaften haben auf ihrem Weg ins Endspiel unterschiedliche Gesichter gezeigt: Die Südamerikaner als "Mentalitätsmonster", die Iberer als "Kontroll-Profis".
Zwei Gesichter des Turniers
Argentiniens Trainer Lionel Scaloni kann dabei auf den Kern jenes Kaders bauen, der bereits 2022 in Katar triumphierte. In Argentiniens Kader stehen tatsächlich noch 17 Weltmeister von 2022. Wichtige Stützen der Startelf, die im Finale von Katar damals gegen Frankreich gewann, haben auch diesmal tragende Rollen: Torhüter Emiliano Martínez etwa, aber auch Stürmer Julián Álvarez. Neben dem WM-Pokal gewannen die Argentinier in seiner Amtszeit auch schon zweimal die Copa América (2021 und 2024).
Lionel Messi, 39 Jahre alt und Kapitän der Argentinier, hat bereits acht Tore und vier Vorlagen auf dem Konto. Sein Auftritt im Finale wirft allerdings Fragen auf – nicht nur wegen seines Alters, sondern auch wegen der Belastung des Turniers. "Leo ist 39, er hat alles erreicht, und trotzdem ist er noch auf dem höchsten Level. Deshalb müssen wir alles geben. Wir müssen für ihn und für Argentinien laufen", sagte sein Teamkollege Giuliano Simeone, 23 Jahre alt.
Messi und Yamal: Eine besondere Geschichte
Auf der anderen Seite steht mit Lamine Yamal ein Spieler, der erst 19 Jahre alt ist und dennoch bereits das Profil eines Weltstars besitzt. Yamal erzielte bei dieser WM ein Tor. Die symbolische Aufladung des Duells ist enorm: 2007 hielt Messi den wenige Monate alten Yamal für ein UNICEF-Fotoshooting in einer Plastikwanne im Camp Nou in Barcelona. Nun, fast zwei Jahrzehnte später, stehen sich die beiden auf dem Rasen des MetLife Stadium gegenüber.
Spaniens Weg ins Finale verlief aus einer Position defensiver Stärke. Gerade mal ein Gegentor haben die Iberer auf dem Weg ins Endspiel kassiert – beim 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien. Zuvor war Keeper Unai Simón 649 Minuten ohne Gegentreffer geblieben und hatte damit einen WM-Rekord aufgestellt. Die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente agiert kompakt, strukturiert und mit hoher Ballsicherheit.
Spaniens defensive Stärke
Im Halbfinale setzte sich Spanien mit 2:0 gegen Frankreich durch. Über das gesamte Turnier hinweg kassierte die "Furia Roja" lediglich einen Gegentreffer. Auch im Spiel gegen Kap Verde stand am Ende ein 0:0. Vor allem Linksverteidiger Marc Cucurella ragt als unermüdlicher Kämpfer aus dem Defensivverbund heraus. Aber auch sein Pendant auf der Gegenseite, Pedro Porro, hat großen Einfluss auf das Spiel und erzielte bei dieser WM seine ersten beiden Länderspiel-Tore.
Im spanischen Angriff ist Mikel Oyarzabal, 29 Jahre alt, der auffälligste Akteur. Stürmer Mikel Oyarzabal hat bei diesem Turnier bereits fünf Tore erzielt. In jedem seiner bislang sechs Endspiele als Profi hat der 29-Jährige getroffen: mit Real Sociedad San Sebastián in zwei spanischen Pokalfinals, mit der Nationalmannschaft in zwei Nations-League-Endspielen sowie entscheidend im EM-Finale 2024, mit der Olympia-Auswahl im Endspiel von Tokio vor fünf Jahren. Er ist der "unscheinbare Final-Experte" im spanischen Aufgebot.
Argentiniens Comeback-Qualitäten
Argentinien dagegen musste auf dem Weg ins Finale mehrfach zittern. Gegen Kap Verde und die Schweiz mussten sie in die Verlängerung, gegen Ägypten und England retteten sie sich mit späten Toren. Die Mannschaft zeigte dabei jene Comeback-Qualitäten, die ihr den Ruf als "Mentalitätsmonster" eingebracht haben. Im Halbfinale erzielte Lautaro Martínez das entscheidende Tor. "Seit dem Tag, als mir mein Vater mein erstes Paar Fußballschuhe schenkte, habe ich auf diesen Moment gewartet", sagte Martínez unter Tränen.
Die taktische Ausrichtung beider Teams verspricht ein Duell auf Augenhöhe. Spanien setzt auf Ballbesitz und kontrollierte Spielphasen, Argentinien auf Intensität, Erfahrung und die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten zuzuschlagen. "Wir sind eine sehr komplette Mannschaft und deshalb sind wir hier", betonte der Mittelfeldstar. Gegen Argentinien erwarte er ein extrem physisches Spiel, so der 30-Jährige – Spaniens Kapitän Rodri.
Taktik und Schlüsselspieler
Auch personell gibt es auf argentinischer Seite einige Optionen. Nico González, der im Halbfinale gegen England auf der linken Seite für Belebung sorgte, dürfte erneut eine tragende Rolle spielen. Trainer Scaloni kann zwischen verschiedenen Formationen wählen, je nachdem, wie er Messis Rolle im Endspiel definiert sehen will.
Die Stimmung im argentinischen Lager ist unterdessen von Zuversicht geprägt. Die glücklichen Gesichter auf den Tribünen oder in der Heimat würden sie beflügeln und berühren, erklärte Trainer Lionel Scaloni. Die Erwartungshaltung im Land ist riesig – nicht zuletzt, weil mit Messi ein Spieler die Möglichkeit hat, seine Karriere mit einem zweiten WM-Titel zu krönen.
Ausblick: Was das Finale entscheiden wird
In New York und der Region rund um East Rutherford ist die Vorfreude bereits Tage vor dem Anpfiff greifbar. Die Stadt spielt schon jetzt verrückt, die Fangemeinden beider Lager haben sich in den Straßen rund um das MetLife Stadium versammelt. Argentinische und spanische Farben dominieren das Bild, Gesänge aus beiden Sprachräumen hallen durch die Stadt.
Das Finale verspricht nicht nur ein sportliches Highlight zu werden, sondern auch ein Ereignis mit historischer Dimension. Sollte Messi seinen zweiten WM-Titel gewinnen, würde er endgültig in den Rang eines Fußball-Immortellen aufsteigen. Sollte Yamal mit Spanien triumphieren, wäre dies der Beginn einer neuen Ära. Und sollte Oyarzabal treffen, wäre es sein siebter Torerfolg in einem Profi-Endspiel in Folge.
Am Ende wird es auf jene Faktoren ankommen, die dieses Turnier geprägt haben: defensive Stabilität, individuelle Klasse und die Fähigkeit, unter Druck zu liefern. Spanien bringt die erste Eigenschaft in Reinform mit, Argentinien die zweite und dritte. Das Finale in East Rutherford heute hat noch viel mehr zu bieten als das Duell der Superstars Lionel Messi und Lamine Yamal.
Anstoß ist um 21.00 Uhr Ortszeit. In Deutschland übertragen ZDF und MagentaTV die Partie live. Es ist das letzte Spiel einer WM, die mit 104 Partien so umfangreich war wie nie zuvor – und das Finale könnte diesem Turnier einen würdigen Abschluss bescheren.
Fragen & Antworten
Wer steht im Finale der WM 2026?
Im Finale stehen sich Titelverteidiger Argentinien und Europameister Spanien gegenüber. Die Partie findet am Sonntag um 21.00 Uhr im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, statt.
Welche Rolle spielt Lionel Messi im argentinischen Team?
Lionel Messi ist Kapitän der argentinischen Mannschaft und hat bei dieser WM bereits acht Tore und vier Vorlagen erzielt. Mit 39 Jahren stellt sich die Frage, wie viel der Trainer Lionel Scaloni ihm im Finale zutraut.
Wer ist Mikel Oyarzabal und warum wird er als Final-Experte bezeichnet?
Mikel Oyarzabal ist 29 Jahre alt und Stürmer der spanischen Mannschaft. In jedem seiner bislang sechs Endspiele als Profi hat er getroffen, darunter das entscheidende Tor im EM-Finale 2024 und das Olympia-Endspiel in Tokio.
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