WM 2026: Wer wird Deutschlands Gegner in der Runde der letzten 32? Ein Überblick
Frankfurt am Main, 24. Juni 2026
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Kurzfassung
Nach dem feststehenden Gruppensieg der deutschen Mannschaft steht die Frage nach dem möglichen Gegner in der Runde der letzten 32 im Mittelpunkt. Aus fünf Gruppen kommen insgesamt 15 Teams als Kandidaten infrage – am wahrscheinlichsten gelten Schottland, Paraguay und Australien.
Nach dem feststehenden Gruppensieg der deutschen Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada richtet sich der Blick auf die möglichen Gegner in der Runde der letzten 32, wobei insgesamt 15 Teams aus fünf Gruppen als Kandidaten infrage kommen.
Deutschland steht nach dem Last-Minute-Sieg gegen die Elfenbeinküste als Gruppensieger fest und trifft am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Ecuador zum Abschluss der Gruppenphase an. Damit hat die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann ihre Hausaufgaben erledigt und kann die K.-o.-Runde planen. Die Ausgangslage ist dabei deutlich komplexer als bei früheren Weltmeisterschaften, da das neue WM-Format mit 48 Mannschaften eine Reihe zusätzlicher Konstellationen ermöglicht.
Die FIFA wurde von 32 auf 48 Nationen vergrößert, weshalb ein neuer Turniermodus eingeführt werden musste. Das zunächst vorgesehene Modell mit 16 Dreiergruppen hatte die FIFA verworfen, weil es bereits innerhalb der Gruppen für Absprachen hätte sorgen können. Stattdessen kam es zum Modell mit zwölf Vierergruppen und den besten acht Dritten aus jenen zwölf Gruppen, wie aus der Analyse hervorgeht.
Hintergrund: Das neue WM-Format mit 48 Mannschaften
In einem ähnlichen Format wurden bereits die Europameisterschaften 2016, 2021 und 2024 ausgespielt, der einzige Unterschied ist, dass es angesichts der Größe des Feldes damals nur um jeweils vier beste Dritte aus sechs Staffeln ging. Das DFB-Team hatte 2021 (Zweiter in der Gruppe) und 2024 (als Sieger der Gruppe gegen einen Zweiten) nichts damit zu tun, einzig 2016 als Gruppenzweiter traf man auf einen Dritten – Gegner wurde damals die Slowakei.
Erst wenn die beiden Parallel-Duelle Algerien gegen Österreich und Jordanien gegen Argentinien in der Nacht zum Sonntag (4.00 Uhr/MESZ) abgepfiffen sind, ist die Vorrunde mit 72 Spielen komplett. Danach stehen die 495 verschiedenen Konstellationen fest, welche acht der besten zwölf Gruppendritten weiterkommen. Erst danach lässt sich der Gegner der deutschen Mannschaft exakt bestimmen.
Die 15 möglichen Gegner im Überblick
Insgesamt 15 Teams aus den fünf Gruppen A, B, C, D und F kommen als mögliche Gegner infrage: aus Gruppe A: Südafrika, Südkorea, Tschechien – aus Gruppe B: Kanada, Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Katar – aus Gruppe C: Brasilien, Marokko, Schottland – aus Gruppe D: Australien, Paraguay – aus Gruppe F: Niederlande, Japan, Schweden. Mexiko und die USA als feststehende Gruppensieger ebenso nicht infrage wie Tunesien, Haiti und die Türkei, die allesamt ausgeschieden sind.
Die wahrscheinlichsten Optionen sind nach derzeitigem Stand Schottland aus Gruppe C sowie Paraguay und Australien in Gruppe D. In Gruppe D reicht Australien im direkten Duell ein Remis, Paraguay braucht einen Sieg, um sich für die Runde der letzten 32 zu qualifizieren. Eine besondere Konstellation ergibt sich in Gruppe C, wo Brasilien reicht, im abschließenden Gruppenspiel gegen Schottland bereits ein Remis zu holen, um nicht als Dritter auf Deutschland zu treffen.
Statistische Wahrscheinlichkeiten und Szenarien
In Gruppe B sichern Kanada und die Schweiz ihre Plätze eins und zwei bereits bei einem Remis ab. Damit ist diese Gruppe rechnerisch weitgehend durch, da weder Kanada noch die Schweiz als Dritte auf die deutsche Mannschaft treffen können. Auch die Niederlande, die es mit den bereits ausgeschiedenen Tunesiern zu tun bekommen, brauchen nur ein Unentschieden, um die Top zwei zu sichern und nicht als Dritter in die K.-o.-Runde einzuziehen.
Statistisch betrachtet erscheint die Gruppe C in 231 der 495 Kombinationen, das ist der höchste Wert. Die Wahrscheinlichkeit für Gruppe B (eine einzige Kombination) liegt sogar im Promillebereich. Deutschland wird daher mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Dritten aus der Gruppe C treffen – und damit voraussichtlich auf Schottland, das seinerseits nur dann Dritter wird, wenn Brasilien nicht patzt.
Mögliche Spielorte und Termine
Sollte die deutsche Mannschaft das erste K.-o.-Spiel überstehen, geht es am 29. Juni (22.30 Uhr/MESZ) in Foxborough bei Boston weiter. Im Achtelfinale von Philadelphia am 4. Juli (23.00 Uhr) stünde dann der nächste potenzielle Schritt an. Das folgende Viertelfinale fände am 9. Juli (22.00 Uhr) wieder in Foxborough statt. Ein erstes WM-Halbfinale seit dem Titelgewinn im Jahr 2014 würde das Team um Kapitän Joshua Kimmich am 14. Juli (21.00 Uhr) im texanischen Arlington bei Dallas bestreiten.
Der weitere Turnierverlauf hängt damit von mehreren parallel laufenden Gruppenspielen ab. Sollte Schottland tatsächlich Dritter in Gruppe C werden, würde das Duell gegen Deutschland frühestens am 29. Juni in Foxborough stattfinden. Die Auslosung der konkreten Paarungen erfolgt unmittelbar nach Abschluss der Gruppenphase.
Für die deutsche Mannschaft bedeutet das neue Format eine ungewohnte Wartezeit. Statt nach dem letzten Gruppenspiel sofort zu wissen, wer als Nächstes wartet, muss das Team die parallelen Partien in anderen Gruppen abwarten. Das kann taktisch, aber auch mental eine zusätzliche Belastung darstellen.
Historisch hat die deutsche Mannschaft mit dem erweiterten Format bei Europameisterschaften gemischte Erfahrungen gemacht. 2016 traf man als Gruppenzweiter auf die Slowakei und gewann deutlich. In den anderen beiden Fällen musste sich der DFB gar nicht erst mit einem Dritten auseinandersetzen. Das aktuelle WM-Format stellt das Team nun vor eine ähnliche Situation wie 2016, nur auf weltmeisterlichem Niveau.
Historische Erfahrungen mit ähnlichen Formaten
Die Auslosung der K.-o.-Runden wird nach den abschließenden Gruppenspielen am Sonntagmorgen erfolgen. Bis dahin bleiben die 495 möglichen Kombinationen rein rechnerischer Natur. Deutschland wird seine möglichen Gegner daher frühestens am Sonntagvormittag mit Sicherheit kennen.
Sollte die Mannschaft das Turnier weit kommen, wäre ein Halbfinale am 14. Juli in Arlington bei Dallas das erste WM-Halbfinale seit dem Titelgewinn im Jahr 2014. Die Wege dahin sind durch das neue Format jedoch länger und komplizierter geworden, weshalb eine gute Vorbereitung auf verschiedene Spielstile entscheidend sein wird.
Fragen & Antworten
Wer sind die wahrscheinlichsten Gegner Deutschlands in der Runde der letzten 32?
Nach derzeitigem Stand gelten Schottland aus Gruppe C sowie Australien und Paraguay aus Gruppe D als die wahrscheinlichsten Optionen. Insgesamt kommen 15 Teams aus den Gruppen A, B, C, D und F infrage.
Warum weiß Deutschland seinen Gegner noch nicht?
Erst nach den abschließenden Parallel-Spielen Algerien gegen Österreich und Jordanien gegen Argentinien in der Nacht zum Sonntag steht fest, welche acht der zwölf Gruppendritten weiterkommen. Insgesamt gibt es 495 mögliche Kombinationen.
Wann und wo würde Deutschland spielen, wenn es weiterkommt?
Die nächste Runde wäre am 29. Juni um 22.30 Uhr in Foxborough bei Boston, das potenzielle Achtelfinale am 4. Juli in Philadelphia, das Viertelfinale am 9. Juli in Foxborough und ein mögliches Halbfinale am 14. Juli in Arlington bei Dallas.