Im Wimbledon-Finale der Damen trifft am Samstag Karolína Muchová auf Linda Nosková – es ist das erste rein tschechische Endspiel in der Geschichte des Turniers und garantiert eine erstmalige Grand-Slam-Siegerin.

Das Endspiel auf dem Rasen des All England Club in London steigt am Samstag und bringt zwei Spielerinnen aus Tschechien zusammen, die in dieser Saison beide konstant auf hohem Niveau spielten. Muchová, die Weltranglisten-Neunte, und Nosková, auf Position zwölf der WTA-Rangliste, haben sich in den vergangenen Wochen durch das Feld gearbeitet und stehen nun vor dem größten Match ihrer Karriere.

Muchová ist 29 Jahre alt und gehört seit Jahren zur erweiterten Weltspitze. Nosková ist acht Jahre jünger als ihre Finalgegnerin und zählt zu den aufstrebenden Spielerinnen der Tour. Der Altersunterschied von acht Jahren unterstreicht den Generationenwechsel, den dieses Finale symbolisiert.

Historische Premiere für Tschechien

Dass beide Spielerinnen aus dem gleichen Land kommen, ist ein historisches Novum. Wimbledon, das älteste und prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt, hat bislang kein rein tschechisches Damen-Endspiel gesehen. In der offenen Ära des Tennis dominierten Spielerinnen aus den USA, Deutschland, Russland, Spanien und Australien die großen Finals – nun stehen erstmals zwei Tschechinnen im letzten Match.