DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat die Chancen auf eine Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer als „größer als 50 Prozent“ eingestuft, zugleich aber offene Fragen zum Engagement des Trainers bei Red Bull und zur künftigen Rolle im Verband eingeräumt.

Nach dem enttäuschenden WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft und dem Rücktritt von Julian Nagelsmann führt der Deutsche Fußball-Bund intensive Gespräche mit Jürgen Klopp über die Nachfolge auf der Position des Bundestrainers. Watzke sprach im ZDF-Interview von einem „Masterplan A“, den der Verband konsequent verfolge. „Die Bereitschaft von Jürgen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, hilft schon mal deutlich“, sagte der Ligapräsident. Klopp selbst hatte zuvor angekündigt, dass „intensive Gespräche“ stattfinden sollen.

Red-Bull-Vertrag als Hindernis

Trotz der deutlichen gegenseitigen Bekenntnisse warnte der 67-jährige Watzke vor verfrühter Euphorie. „Das ist definitiv noch nicht abgehakt. Das muss man alleine schon vor dem Hintergrund des RB-Engagements so sehen“, betonte er und verwies auf Klopps bis 2029 laufenden Vertrag als Head of Global Soccer beim österreichischen Getränke-Konzern Red Bull. Eine Lösung dieses Knotens sei Voraussetzung für jede weitere Vereinbarung. Sky Sport zufolge sind erste Verhandlungsrunden noch in derselben Woche geplant, mit Ankunft in New York am Donnerstag; die finalen Gespräche mit Red Bull über eine mögliche Ablöse sollen während der New-York-Reise stattfinden.