Vor 50 Jahren errang die Fußball-Nationalmannschaft der DDR bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal die Goldmedaille und besiegelte damit den größten Erfolg der ostdeutschen Fußballgeschichte.

Der Triumph am 31. Juli 1976 im olympischen Finale von Montreal gilt bis heute als einer der glänzendsten Momente des DDR-Sports. Die Mannschaft von Trainer Georg Buschner bezwang im Endspiel Polen mit 3:1 und holte damit das erste olympische Fußballgold für die DDR. Der Erfolg kam für viele Beobachter überraschend, galten doch andere Mannschaften als deutlich favorisiert.

Der Weg ins Finale

Schon im Halbfinale hatte die DDR-Auswahl die favorisierten Westdeutschen aus dem Turnier geworfen. Der damalige Hansa-Rostock-Spieler Gerd Kische erinnert sich Jahrzehnte später an die besondere Brisanz dieser Partie. In einem Interview sagte er: „Für uns DDR-Fußballer war wichtig zu zeigen, dass wir auch Fußball spielen können … Wenn man gelesen hat, was in den Medien verbreitet wurde, dann hätten sie eigentlich 10:0 gewinnen müssen. Das hat uns zusätzlich angespornt zu zeigen: So läuft das mit uns nicht.“