Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente hat am Montag in Madrid den 26-köpfigen WM-Kader präsentiert, der erstmals seit 1950 ohne einen Profi von Real Madrid auskommt.

Mit seiner Entscheidung durchbricht de la Fuente eine fast 75-jährige Tradition: Seit der WM 1950 in Brasilien stand mindestens ein Spieler des spanischen Rekordmeisters im WM-Aufgebot. Nun verzichtet der Coach komplett auf die Dienste der Königlichen.

Der Trainer selbst zeigt sich gelassen: „Wir sind sehr entspannt.“ Mit Blick auf den 18-jährigen Lamine Yamal vom FC Barcelona erklärte de la Fuente, wenn es keine „Rückschläge“ gebe, werde man den jungen Star von Beginn an an Bord haben. Das deutet auf eine zentrale Rolle für das Talent hin.

Ohne Real Madrid – eine Premiere seit 1950

Spanien wurde in der WM-Gruppenphase in eine anspruchsvolle Gruppe gelost. Neben dem Weltmeister von 2010 warten Saudi-Arabien und Uruguay als weitere Gegner. Vor allem Uruguay gilt mit seiner kampfstarken Mannschaft als harter Prüfstein.