Spanien wirft Portugal aus der WM 2026: Merino entscheidet das Achtelfinale spät
Arlington, 7. Juli 2026
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Kurzfassung
Spanien hat im Achtelfinale der WM 2026 Portugal mit 1:0 besiegt und steht damit im Viertelfinale gegen Belgien. Das entscheidende Tor erzielte Mikel Merino in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach einer Kombination über Fabián, Rodri und Ferran Torres. Für Cristiano Ronaldo, der mit 41 Jahren sein vermutlich letztes großes Turnier bestritt, ist der Traum von einer weiteren WM-Endrunde damit geplatzt.
Spanien hat im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Portugal mit 1:0 (1:0) besiegt und trifft im Viertelfinale auf Belgien, das zuvor die USA ausgeschaltet hatte.
Das entscheidende Tor fiel in der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit: Mikel Merino, Profi des FC Arsenal, vollendete eine Kombination über Fabián, Rodri und Ferran Torres. Es war bereits das zweite Mal in seiner Karriere, dass Merino in einem großen Turnier in den entscheidenden Momenten traf: Beim EM-Viertelfinale 2024 hatte er Deutschland in der 119. Minute per Kopfball bezwungen.
Die Partie fand in der Arena in Arlington, westlich von Dallas, statt und blieb über weite Strecken taktisch geprägt. Spanien übernahm früh die Kontrolle, Mikel Oyarzabal hatte bereits in der 3. Minute die erste Möglichkeit, die jedoch zu schwach ausfiel. Fünf Minuten später lief Oyarzabal allein auf das portugiesische Tor zu, schoss den Ball jedoch am langen Pfosten vorbei.
Spielverlauf: Spaniens Geduld wird belohnt
Cristiano Ronaldo, 41 Jahre alter portugiesischer Angreifer, wurde in der zwölften Minute zum ersten Mal auffällig, als er Torhüter Unai Simón mit einem Schuss aus spitzem Winkel prüfte. Mehr sprang für den fünfmaligen Weltfußballer in diesem Spiel jedoch nicht heraus. Nach der Partie verabschiedete sich Portugals Trainer Roberto Martínez mit sofortiger Wirkung von seinem Amt.
Spaniens Trainer Luis de la Fuente zeigte sich nach dem Sieg erleichtert und zufrieden. „Das Team wächst kontinuierlich“, sagte de la Fuente. Sein Team setzt den eingeschlagenen Weg konsequent fort: Spanien war 2024 Europameister geworden, hatte zuvor die WM 2010 gewonnen und gilt in den USA als einer der Titelfavoriten.
Trainerstimmen: De la Fuente lobt das Team
Statistisch untermauerte die Mannschaft ihren Auftritt mit beeindruckenden Zahlen. Torhüter Unai Simón blieb auch gegen Portugal ohne Gegentor und hat nun 609 Minuten im Turnier kein Tor kassiert – ein Wert, der als WM-Rekord beschrieben wird. Zudem ist Spanien nun 35 Pflichtspiele in Folge ungeschlagen, wenn man Spiele über 120 Minuten mitzählt. Im Turnier selbst hat Spanien in fünf Partien noch keinen Gegentreffer hinnehmen müssen.
Merino selbst ordnete den Erfolg weniger als individuelle Leistung, sondern als kollektive Stärke ein. „das ist es, was uns stark hält: die Gruppe, das Vertrauen, das wir zueinander haben. In schwierigen Momenten glänzt diese Verbindung und diese Einheit“, sagte der Siegtorschütze nach der Partie. Diese Geschlossenheit hatte das Team bereits im Finale der Nations League gegen Portugal bewiesen, das Spanien allerdings in München knapp im Elfmeterschießen verloren hatte.
Zahlen und Fakten: Spanien als Defensiv-Bollwerk
Im Hintergrund verfolgte Lamine Yamal, der als junger Star der spanischen Mannschaft gilt, das Geschehen. Zu den Wechseln im spanischen Kader in der Schlussphase zählten die Einwechslungen von Fabián, Torres und Merino, die später das entscheidende Tor vorbereiteten beziehungsweise erzielten; nur Rodri stand bei Anpfiff bereits auf dem Platz.
Für Portugal bedeutet das Ausscheiden das Ende eines Turniers, in dem die Mannschaft trotz des verletzungsbedingten Verlusts einiger Stammkräfte bis ins Achtelfinale vorgedrungen war. Martínez hatte das Amt 2023 übernommen und das Team zur Endrunde geführt. Sein Nachfolger steht noch nicht fest, mit einer schnellen Lösung wird gerechnet.
Ronaldos letztes Turnier? Eine Ära geht zu Ende
Ronaldo selbst hatte vor dem Turnier angedeutet, dass die WM 2026 „höchstwahrscheinlich“ sein letztes Turnier sein werde, ohne dies endgültig zu bestätigen. Bei der WM 2030, die teilweise in seinem Heimatland ausgetragen werden soll, wäre er bereits 45 Jahre alt. Ob er dann noch einmal für die Seleção auflaufen wird, gilt als äußerst unwahrscheinlich.
Das kommende Viertelfinale zwischen Spanien und Belgien findet am Freitag in Los Angeles statt. Belgien hatte sich durch einen Sieg über die USA für die Runde der letzten Acht qualifiziert. Für Spanien geht es damit im Turnier weiter, für Portugal endet eine Ära.
Aus spanischer Sicht verlief der Abend ohne den erwarteten Kraftakt, auch wenn das Ergebnis knapp blieb. Das Team von Luis de la Fuente bewies erneut, dass es in der Lage ist, auch gegen einen defensiv kompakt stehenden Gegner Lösungen zu finden. Merino's Siegtor in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam dennoch überraschend, da Portugal bis dahin kaum Chancen zugelassen hatte.
Ausblick: Viertelfinale gegen Belgien in Los Angeles
Bemerkenswert ist, dass Spanien auch ohne mehrere Stammkräfte auskommen musste, die aufgrund von Verletzungen oder Sperren fehlten. Die Mischung aus erfahrenen Spielern wie Rodri und jungen Talenten wie Yamal scheint dennoch zu funktionieren. Die Einwechslungen von Fabián, Torres und Merino in der Schlussphase zeigten, dass de la Fuente auf eine breite Auswahl an qualitativ hochwertigen Alternativen zurückgreifen kann.
Das Spiel im Arlington-Stadion bot den Zuschauern trotz des knappen Ergebnisses ein hochklassiges Duell zweier europäischer Top-Nationen. Die spanische Defensive um Unai Simón stand über die gesamte Spielzeit sicher, während die Offensive immer wieder versuchte, Lücken in der portugiesischen Abwehr zu finden. Der entscheidende Durchbruch gelang in der Nachspielzeit.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Spanien mit diesem Sieg seinen Ruf als eine der konstantesten Mannschaften im Weltfußball untermauert hat. Mit fünf Spielen ohne Gegentor im Turnier und 35 ungeschlagenen Partien in Folge über 120 Minuten setzt das Team Maßstäbe, die in der Geschichte des spanischen Fußballs ihresgleichen suchen.
Fragen & Antworten
Wer hat das entscheidende Tor im Achtelfinale Spanien gegen Portugal erzielt?
Mikel Merino erzielte das einzige Tor des Spiels in der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach einer Kombination über Fabián, Rodri und Ferran Torres.
Was passiert mit Cristiano Ronaldo nach dem Ausscheiden Portugals?
Cristiano Ronaldo hatte vor dem Turnier angedeutet, dass die WM 2026 „höchstwahrscheinlich“ sein letztes Turnier sein werde. Bei der WM 2030, die teilweise in seinem Heimatland stattfinden soll, wäre er bereits 45 Jahre alt.
Wer ist der nächste Gegner Spaniens im WM-Turnier?
Spanien trifft im Viertelfinale am Freitag in Los Angeles auf Belgien, das sich zuvor durch einen Sieg über die USA für die Runde der letzten Acht qualifiziert hatte.
WM 2026 Achtelfinale: Spanien schlägt Portugal 1:0 | sportnachrichten