Im ersten Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stehen sich am Dienstag um 21:00 Uhr (live im ZDF und ORF 1) in Arlington bei Dallas Spanien und Frankreich gegenüber.
Historisches Zusammentreffen der Top Vier
Es ist das dritte Halbfinale in Serie zwischen den beiden Mannschaften, und erstmals in der Geschichte des Turniers treffen die vier nach dem FIFA-Ranking bestplatzierten Nationen im Halbfinale aufeinander. Spanien, Argentinien, Frankreich und England – gemessen an der Weltrangliste spielen die „vier besten Fußballmannschaften der Welt" gegeneinander, wie der Artikel des ZDF-sportstudio formuliert. „Das hat es in der WM-Geschichte noch nie gegeben."
Auch der Modus trug dazu bei, dass diese Konstellation zustande kam. Die FIFA hatte für die K.o.-Phase eine Setzliste eingeführt, „wie sie beispielsweise bei Tennisturnieren üblich ist". Die Sieger der Gruppen, in denen die Top Vier der Weltrangliste spielten, landeten in unterschiedlichen Vierteln des Turnierbaums. „Alle vier schafften es, ihre Gruppen zu gewinnen, so dass sie sich tatsächlich in der K.o.-Phase zunächst aus dem Weg gingen."
Schwere Wege ins Halbfinale
Auf dem Weg ins Halbfinale mussten die Favoriten allerdings unterschiedlich hart arbeiten. „Frankreich hatte Mühe mit Paraguay (1:0)", schreibt ZDF-Reporter Lukas Zahrer. Argentinien benötigte gegen Kap Verde die Verlängerung (3:2), und England „drehte erst spät einen Rückstand gegen die DR Kongo (2:1)". Die Top Vier schonten einander, weil „vermeintlich starke Nationen wie Deutschland, Brasilien und die Niederlande schon scheiterten, bevor sie überhaupt auf ein Top-Vier-Team treffen konnten".
Deutschland verlor durch das Achtelfinal-Aus zwei Plätze und liegt jetzt auf Rang zwölf, „hinter Mexiko und Kolumbien". Die FIFA-Wertungen sind bei Endrundenturnieren so konstruiert, dass die Punkte nicht sinken können – „auch nicht bei Niederlagen". Allerdings gibt es gerade für Siege ab dem Viertelfinale den Höchstwert an Punkten. „Schon in der inoffiziellen aktuellen Tabelle ist Englands Vorsprung auf Platz fünf gewachsen, Frankreich hat sich auf Platz eins geschossen."