Die Österreicherin Sinja Kraus hat beim WTA-Turnier in Hamburg nach 2:57 Stunden Spielzeit eine knappe Niederlage gegen die Armenierin Alina Charaeva erlitten und damit ihre Serie von zuletzt sechs Matchgewinnen in Folge beendet.

Das Duell zwischen Kraus und Charaeva, in den offiziellen Statistiken als Tscharajewa geführt, war von vielen Aufschlagverlusten geprägt. Insgesamt kam Kraus auf neun Breaks, musste ihr eigenes Service aber zehnmal abgeben – eine Bilanz, die den ständigen Wechsel im Spielverlauf widerspiegelte.

Den ersten Durchgang entschied die Wienerin für sich. Nach je zwei Breaks im ersten Durchgang gelang Kraus das 6:5. Der zweite Satz verlief deutlich turbulenter: Charaeva zog zunächst auf 4:1 davon, ehe Kraus zurückkam und einen 1:4-Rückstand in eine 5:4-Führung umdrehte. Danach aber gab sie neuerlich ihr Service ab, bei 5:6 wehrte Österreichs aktuelle Nummer drei zunächst noch fünf Satzbälle ab, ehe Tscharajewa der Satzausgleich glückte.

Hintergrund: Kraus' Weg zurück in den zweiten Satz

Hintergrund: Kraus' Weg zurück in den zweiten Satz

Entscheidung im dritten Satz

Der entscheidende dritte Satz entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Beim Stand von 5:5 folgte eine rund 20-minütige Regenpause, aus der die Armenierin besser zurückkam. Charaeva, die 117. des WTA-Rankings, nutzte ihren Rhythmus nach der Unterbrechung und entschied das Match für sich.

Die Spielerin

Für Kraus, die als Weltranglisten-80. aus Wien angetreten war, war die Niederlage zugleich das Ende einer starken Phase. Nach zuletzt sechs Matchgewinnen in Folge, darunter dem Heimsieg beim WTA-125-Turnier in Kitzbühel, musste sie in Hamburg die erste Niederlage seit längerer Zeit hinnehmen.

Die Spielerin

Sinja Kraus wird in der österreichischen Rangliste aktuell als Nummer drei geführt. Sie hatte das Match gegen Charaeva über weite Strecken offen gestaltet, scheiterte jedoch am Ende an der Dichte der eigenen Serviceverluste und an der Reaktion der Gegnerin nach dem Regen. Nach 2:57 Minuten verließ sie den Platz als Verliererin – das Resultat fiel enger aus, als es die reine Statistik der Aufschlagverluste zunächst vermuten ließ.