Die Schweizer Fußballnationalmannschaft bestreitet in der Nacht auf Sonntag (Anpfiff 3.00 Uhr MESZ) im Arrowhead Stadium von Kansas City das WM-Viertelfinale gegen Titelverteidiger Argentinien und könnte erstmals seit 1954 wieder in die Runde der letzten Vier einer Weltmeisterschaft einziehen.
Die Ausgangslage vor dem Duell könnte unterschiedlicher kaum sein. Auf der einen Seite steht Argentinien, der amtierende Weltmeister, angeführt von Lionel Messi, der mit 39 Jahren noch immer das Zentrum des argentinischen Spiels bildet. Auf der anderen Seite die Schweiz, die erstmals seit der Heim-WM 1954 wieder unter den besten Acht eines Turniers steht und sich gegen Kolumbien im Achtelfinale nach einem torlosen Spiel im Elfmeterschießen durchsetzte.
Vor dem Spiel herrscht in den Reihen der Eidgenossen eine Mischung aus Respekt und Selbstvertrauen. „Also wir sind vorbereitet und es wird ein gigantisches Spiel für uns", sagte Nationaltrainer Murat Yakin. Sein Kapitän Granit Xhaka, der mittlerweile beim FC Sunderland unter Vertrag steht, formulierte es ähnlich: „Wenn man eine noch größere Geschichte schreiben kann, muss man alles dafür geben." Xhaka betonte zudem, dass die Mannschaft den amtierenden Weltmeister herausfordern könne: „Wir können den Weltmeister herausfordern."
Historische Bilanz spricht gegen die Schweiz
Die Statistik spricht allerdings klar gegen die Schweiz. Von den bisherigen sieben Aufeinandertreffen beider Mannschaften hat die „Nati" keines gewonnen, fünf Niederlagen und zwei Unentschieden stehen zu Buche. Nur zwei Partien waren Pflichtspiele: 2014 verlor die Schweiz in Brasilien im Achtelfinale 0:1 nach Verlängerung durch ein spätes Tor von Ángel Di María, und 1966 in England in der WM-Vorrunde 0:2. Damals, 1954, scheiterte die Schweiz im Viertelfinale der Heim-WM durch ein 5:7 gegen Österreich am erstmaligen Halbfinaleinzug.
