Wien, 25 Juni 2026

Wirtschaftskammerpräsidentin Martha Schultz hat am Donnerstag vor den Delegierten des Wirtschaftsparlaments für eine Fortsetzung der Reformen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) geworben und dabei die Landeskammern mit ins Boot geholt.

Schultz skizzierte das Ziel einer "modernen und leistungsfähigen Interessensvertretung", wie sie am Donnerstag sagte. Die Tiroler Touristikerin ist Nachfolgerin von Harald Mahrer, der seinen Hut vorigen Herbst vorzeitig hatte nehmen müssen. Inhaltlich erneuerte sie den Anspruch, die WKÖ neu aufzustellen: "Wir durchforsten jeden Kostenfaktor, strukturieren um. Doppelgleisigkeiten würden beendet. Das Programm bedingt auch schwierige Entscheidungen."

Konkretes Reformprogramm

Konkret verwies die Präsidentin auf den bereits erfolgten Abbau von 200 der bisher 800 Mitarbeitenden in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien-Wieden. Weiters werde das Generalsekretariat von vier auf zwei Köpfe reduziert. Schultz betonte, dass der Personalabbau nicht an der Leistung der Betroffenen liege, sondern an der Notwendigkeit zu sparen. Für die Mitglieder sei am wichtigsten die schrittweise Senkung der Kammerumlage 2 (KU2) um jährlich 100 Millionen Euro bis 2030.