Cristiano Ronaldos WM-Karriere ist nach einer 0:1-Niederlage Portugals gegen Spanien im Achtelfinale der WM 2026 in Dallas zu Ende gegangen, der 41-jährige Kapitän verließ den Rasen unter Tränen.

Es war die 27. und letzte WM-Partie im Leben eines Ausnahmespielers. Nach dem Schlusspfiff im ausverkauften Stadion in Dallas, in dem mehr als 70.000 Zuschauer das Duell der iberischen Rivalen verfolgt hatten, stand Cristiano Ronaldo mit hängenden Schultern auf dem Rasen und weinte. Die portugiesische Mannschaft hatte sich gegen den amtierenden Europameister Spanien mit 0:1 (0:0) geschlagen geben müssen, das entscheidende Tor fiel in der Nachspielzeit durch Merino, der in der 91. Minute eingewechselt worden war. Spanien zog damit als fünftes Team ins Viertelfinale ein und beendete zugleich Ronaldos Traum vom einzigen großen Titel, der ihm in seiner Karriere noch fehlt.

Schon vor dem Anpfiff hatte Ronaldo betont, er fühle sich von Kritikern seit 23 Jahren bekämpft. Nach dem Spiel rang er sichtlich um Fassung. Als der spanische Trainer Roberto Martínez – zugleich der scheidende portugiesische Nationalcoach – auf ihn zukam, umarmte er seinen Kapitän kurz. Ronaldo wandte sich daraufhin tränenabgewandt ab und ging Richtung Kabine. Das portugiesische Sportblatt "O Jogo" berichtete, der 41-Jährige habe sich unter Tränen bei den Fans bedankt und sichtlich bewegt die Umkleide aufgesucht. Sein spanischer Gegenüber Lamine Yamal, 23 Jahre jünger als Ronaldo und bereits Europameister, tröstete den Portugiesen nach dem Schlusspfiff mit einer kurzen Geste. Die Zeitung "A Bola" schrieb, Ronaldo habe seinen "letzten Tanz" bei einer Weltmeisterschaft unter Tränen beendet und am Ende der Partie keine Rührung verborgen.