Der algerische Offensivspieler Riyad Mahrez hat unmittelbar nach dem 0:2 seiner Mannschaft im WM-Spiel gegen die Schweiz in Vancouver seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gegeben.

Rücktritt am Spielfeldrand

Mahrez sprach nach dem Ausscheiden seines Teams direkt am Spielfeldrand und erklärte: „Das war mein letztes Spiel für Algerien.“ Der 35-Jährige hatte bereits bei der WM 2014 im algerischen Kader gestanden und war dort im Achtelfinale gegen Deutschland angetreten, das damals mit einem 1:2 nach Verlängerung gegen den späteren Weltmeister verlor.

Beim Turnier in Nordamerika gehörte Mahrez erneut zum algerischen Aufgebot. In der Gruppenphase erzielte er beim 3:3 gegen Österreich zwei Tore, ehe für die Mannschaft in der K.o.-Runde gegen die Schweiz Endstation war.

In seiner internationalen Laufbahn kommt Mahrez nach Angaben des Senders beIN Sports auf 119 Länderspiele und 40 Tore für Algerien. Damit liegt er bei den Toren knapp hinter Islam Slimani (46 Treffer) und bei den Einsätzen hinter dem Verteidiger Aissa Mandi (122 Spiele).

Bilanz einer Ausnahmekarriere

Sein Debüt im Nationaldress hatte Mahrez im November 2014 gegeben, nur wenige Monate nach der WM in Brasilien. In den folgenden Jahren entwickelte er sich zum prägenden Offensivspieler der Mannschaft und war auch beim Gewinn des Afrika-Cups 2019 eine Schlüsselfigur.

Der gebürtige Franzose, der 2014 für die algerische Nationalmannschaft optierte, spielte in seiner Vereinskarriere unter anderem für Le Havre, Leicester City und Manchester City. Mit Manchester City gewann er 2023 unter anderem die Champions League.

Schon vor der Partie gegen die Schweiz war die Partie in Vancouver auch für die Trainerstaff um den seit 2022 amtierenden Nationaltrainer Vladimir Petkovic eine Zäsur. Mit dem Ausscheiden endete für Algerien die erste WM-Teilnahme seit Brasilien 2014.

Reaktionen und Ausblick

Bei Algeriens letztem Gruppenspiel gegen Österreich hatte Mahrez mit einem Doppelpack noch einmal an seine Klasse erinnert. Das abschließende Duell mit den Eidgenossen geriet jedoch zu einer deutlichen Niederlage, die den Blick schnell nach vorn richtete.

In den sozialen Netzwerken reagierten algerische Fans unmittelbar nach dem Schlusspfiff mit Hunderten Beiträgen. Zahlreiche Weggefährten, darunter Vereinskollegen aus der Premier League, würdigten Mahrez' Karriere in kurzen Statements.

Mahrez selbst kündigte an, sich nach einer kurzen Pause auf seine Vereinskarriere konzentrieren zu wollen. Über konkrete Pläne für seine Zukunft nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn äußerte er sich am Abend nicht.